Im "Alten Brauhaus" in Treinfeld fand der traditionelle politische Aschermittwoch der CSU Rentweinsdorf mit Fischessen statt. Gastredner war Thomas Habermann, Landrat im Landkreis Rhön-Grabfeld.
Vorsitzender Gerhard Schmidt wies laut Mitteilung der Partei nach seinen Begrüßungsworten auf das Thema "Bezirk - Land - Bund - Was macht die Politik?" hin. Er zeigte einige Felder auf, wie die Regierungsbildung oder die Neuaufstellung der CSU unter Markus Söder.
Thomas Habermann lobte zunächst das Tischgebet, das der Vorsitzende gesprochen hatte. Dies sei nicht mehr selbstverständlich. Dann kam er zur großen Politik und sprach von guten Ergebnissen in Berlin für die CSU, insbesondere, da man das Innenministerium gewinnen konnte. Es könne aber nicht sein, dass die SPD mit einem schlechteren Ergebnis als die CDU mehr Ministerien bekomme.
Außerdem hob Habermann hervor, es sei eine tolle Sache, dass Dorothee Bär für ein Ministeramt vorgeschlagen worden sei. Das habe sie sich verdient und man könne dadurch, wie im Innenministerium, viel erreichen.
Denn eine wichtige Aufgabe werde es weiterhin sein, die Fluchtursachen zu bekämpfen. Das werde im Entwicklungshilfeministerium gemacht. Die Neuaufstellung der CSU bezeichnete Habermann als gelungen, anders als in anderen Parteien. Er wies auch auf die kommende Landtagswahl hin, "für die wir alles tun müssen, damit es ein gutes CSU-Ergebnis gibt und die Frustwähler der AfD zurückgewonnen werden". Aber es gehe um Bayern, und das sei eine Erfolgsgeschichte der CSU.


Verständnis für Unmut

Kommunal war ein Thema, dass alle Straßenausbaubescheide von der Staatsregierung ausgesetzt wurden. Das heißt, es werden zurzeit keine neuen Bescheide erstellt. Es gibt immer wieder Unmut in der Bevölkerung wegen erteilter Bescheide, auch in der Gemeinde Rentweinsdorf. Thomas Habermann versteht diesen Unmut und sagte, dass es zeitnah zu einer Lösung für die Aussetzung kommen und geklärt werden müsse, wer die Kosten trägt.
In der Diskussion wurde laut CSU-Mitteilung die Frage gestellt, was es für die Region bringt, dass Habermann in Brüssel die Landkreise Deutschlands vertritt. Daraufhin gab er einen interessanten Einblick in diese ersten Sitzungen in Brüssel. Er ist der Meinung dass es viele Entscheidungen aus der EU gibt, die die Region betreffen: "Da muss man sich einbringen und Veränderungen von Gesetzen erwirken", betonte er.
Der Landrat begeisterte die Zuhörer mit seiner Sachkenntnis und seiner ruhigen Art. Der Vorsitzende überreichte ihm ein regionales Präsent und dankte für den gelungenen Abend. red