Laut Bayerischem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat der Landkreis Erlangen-Höchstadt am Donnerstag den Sieben-Tages-Inzidenzwert von 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern um 1,5 überschritten. Das teilt das Landratsamt mit.

Maßgebend für erweiterte Maßnahmen seien nach der neunten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (9. BayIMB) jedoch die Angaben des Robert Koch-Institutes (RKI), deren Meldezeitraum sich vom LGL unterscheidet. Dort liegt die Sieben-Tages-Inzidenz derzeit bei 172,7 (Stand 3. Dezember). Rechtliche Grundlage ist hierbei § 28 a des bundesweiten Infektionsschutzgesetzes (IfSG), welches die vom Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlichten Angaben und Inzidenzwerte maßgebend vorsieht.

Maßnahmen werden vorbereitet

Daher sehe das Staatliche Gesundheitsamt derzeit noch keinen Anlass, Maßnahmen zu ergreifen, bereitet diese aber bereits vor. Ab dem auf die erstmalige Überschreitung folgenden Tag ist dann unter anderem der Warenverkauf an Wochenmärkten sowie Unterricht an Musik- und Fahrschulen in Präsenzform untersagt. An allen Schulen mit Ausnahme der Schulen zur sonderpädagogischen Förderung sowie der Abschlussklassen ist ab der Jahrgangsstufe 8 durch geeignete Maßnahmen wie insbesondere durch Wechselunterricht sicherzustellen, dass auch im Unterricht zwischen allen Schülern und Lehrkräften ein Mindestabstand von 1,5 Metern durchgehend eingehalten werden kann.

Die Inzidenzwerte sowie eine Übersicht der Auswertungen gibt das sogenannte Covid-19-Dashboard des RKI unter bekannt. Das Landratsamt beruft sich daher künftig auf die Fallzahlen des RKI, teilt Pressesprecherin Stephanie Mack mit. Das Staatliche Gesundheitsamte Erlangen ist für Bürger aus Stadt und Landkreis weiterhin für Fragen zum Corona-Geschehen unter 09131/803-2200, Menüpunkt 8, Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr und Donnerstag von 8 bis 18 Uhr erreichbar. Antworten auf die häufigsten Fragen gibt es auch unter www.erlangen-hoechstadt.de/aktuelles/coronavirus/faq-aktuelles-geschehen/. red