Erfolg genießen oder Gutes tun? Für Joshua Sobotta stand die Antwort schnell fest. Der Nachwuchsbrauer aus Kulmbach hat seinen Anteil am Gewinn des Wettbewerbs „Bierwerk“ genutzt, um junge Menschen in der Wohngruppe Villa der Geschwister-Gummi-Stiftung zu unterstützen. Durch freiwillige Spenden für sein selbst gebrautes Siegerbier kamen 320 Euro zusammen, die er nun an die Einrichtung übergeben hat.

Joshua Sobotta war Teil der Siegergruppe des Wettbewerbs „Bierwerk“ der Berufsschule Kulmbach . Dabei entwickeln Schülerinnen und Schüler in kleinen Teams ihr eigenes Bier, brauen es im schuleigenen Sudhaus und stellen sich anschließend dem Urteil einer Fachjury aus Biersommeliers. Die Gewinner dürfen ihren prämierten Sud später bei der Kommunbräu Kulmbach erneut brauen und erhalten zudem 100 Liter ihres selbst gebrauten Bieres.

Auch der betreuende Lehrer, Oberstudienrat Marco Scherl, zeigt sich beeindruckt von der Initiative seines Schülers: „Es freut mich sehr, dass Joshua seinen Wettbewerbserfolg genutzt hat, um andere zu unterstützen. Eine solche Spendenbereitschaft ist keineswegs selbstverständlich und verdient große Anerkennung.

Schönes für die Freizeit

Die Wohngruppe der Geschwister-Gummi-Stiftung bietet Kindern und Jugendlichen ein Zuhause auf Zeit und begleitet sie auf ihrem Weg in ein selbstständiges Leben. Von der Spende sollen Freizeitgeräte angeschafft werden, die den jungen Menschen zusätzliche Möglichkeiten zur gemeinsamen Freizeitgestaltung bieten.

„Wir haben uns sehr über die Spende gefreut“, betont Kristin Schröder ( Geschwister-Gummi-Stiftung ). „Besonders beeindruckend ist, dass Joshua seinen persönlichen Erfolg mit anderen teilen und damit Kindern und Jugendlichen eine Freude machen möchte.“

Auch Joshua selbst macht deutlich, dass soziales Engagement oft schon mit kleinen Gesten beginnen kann. Mit seiner Entscheidung zeigt der junge Brauer, dass Gemeinschaftssinn und Verantwortung keine Frage des Alters sind, so die Vertreter der Gummistiftung. Die Spende werde dazu beitragen, den Alltag der Kinder und Jugendlichen in der Wohngruppe noch abwechslungsreicher zu gestalten. red