Mehr als tausend Jahre reichen die Wurzeln des Gregorifests zurück. In Oberfranken hat sich diese Tradition gehalten, und in Thurnau ist sicher einer der größten Umzüge seiner Art. So auch wieder in diesem Jahr. Namensgeber ist Papst Gregor I, der im 6. Jahrhundert lebte. Er ist Schutzpatron des Schulwesens. Das rührt zum einen daher, dass er großen Wert auf die Lehre legte – zum anderen war er selbst Schulgründer.

Lange Vorbereitung

In Thurnau füllt sich diese Tradition jährlich mit Leben, so auch jetzt wieder am Dienstag. Die Vorbereitungen dauern Wochen. Die Mädchen und Jungen sind prächtig herausgeputzt – und mit den bunten Blumenbögen, Kränzen und Fahnen ist der Umzug eins der schönsten Ereignisse in Thurnau – und das vor historischer Kulisse.

Der Bogentanz ist der Höhepunkt – die Choreographie üben die Schülerinnen und Schüler lange, damit bei den komplizierten Figuren auch ja nichts schiefgeht. Und auch in den kleinen Aufführungen am Pavillon steckt viel Vorbereitungsarbeit.

Unter den Zuschauern sind nicht nur stolze Eltern, Großeltern und Honoratioren, an der Wegstrecke vom Rathaus zum Schützenhaus ist ganz Thurnau auf den Beinen. Vom Straßenrand aus bejubeln die Menschen den Festzug und freuen sich am Anblick.

Ein Spaßparcours gehört später ebenso zum Programm dazu wie Verpflegung. Beim Nachtumzug mit Fackeln und Lampions haben die Bogenkränze dann übrigens ihre Schuldigkeit getan: Sie werden traditionell zerpflückt. Im nächsten Jahr kommen sie dann aber wieder frisch und genau so schön daher.  red

Juhu! Gregori!
Der Umzug führt vom Rathaus zum Schützenhaus.
Viele Schulklassen gestalteten das Fest aus.