Das Caspar-Vischer-Gymnasium hat seinen Veranstaltungssaal, das Forum, für zwei Theatergruppen geöffnet. Die Theater-AG der Theodor-Heublein-Grundschule aus Melkendorf zeigte das Stück „Müll - woher und wohin“, das Ensemble des Lebenswerkes Melkendorf hatte das Stück „Der Prinz und der Bettelmann“ einstudiert.
„Theater muss sein!“ Diese kurze Formel drückt die Botschaft aus, mit der sich Landrat Jonas Gleich ( CSU ) in seiner Begrüßung an das Publikum wandte. Dieses bestand aus Schülern der dritten und vierten Klassen der Pestalozzi- und Oberen Schule.
Die große Bühne im Forum des CVG mit ihrer professionellen Ausstattung bot einen perfekten Rahmen. Birgit Baumann, die die Theatergruppe der Theodor-Heublein-Grundschule leitet, dankte für die Gelegenheit, sie nutzen zu dürfen.
Die Theodor-Heublein-Grundschule ist Klimaschule und nimmt für Oberfranken teil am bayerischen Pilotprojekt „Stark durch Theater in der Grundschule“. Was lag also näher, als beide Missionen zu verbinden? „Müll - woher und wohin“ heißt das Stück, das auf einer Wiese beginnt. Die Schülerinnen und Schüler legten mit einem temporeichen Intro los. Sie finden Äpfel, essen sie und dann stellt sich die Frage: Wohin mit dem Rest? In der Natur kümmern sich Tiere darum. Ansonsten ist die Biotonne der richtige Platz. Restmüll geht nicht und schon gar nicht der gelbe Sack. Der ist unter anderem für Kunststoff da. Als Roboter stellen die Kinder eine Recycling-Maschine dar. Es wird auch die Frage geklärt, woher Plastik kommt. Die Schauspielerinnen und Schauspieler enden mit dem Appell: „Wenn sich Plastik wirklich nicht vermeiden lässt, dann nach Gebrauch bitte, bitte in den Gelben Sack!“
Das zweite Stück ist eine Bühnenadaption von „Der Prinz und der Bettelmann“ von Mark Twain . Gespielt wurde es vom Theaterensemble des Lebenswerkes Melkendorf. Zur Einstimmung gab es mitreißende Rhythmen von der „Groove-Machine“, der Percussion-Gruppe des Lebenswerks.
Zum Stück: Eine königliche Familie mit Minister und Hofdame werden von Bettlern gestört. Man lacht sie aus. Prinz Maximilian schließt daraus, dass ein Bettlerkostüm sehr lustig sein muss. Beim königlichen Maskenball tritt er als Bettler auf, wird nicht erkannt und man wirft ihn aus dem Schloss. Dort lernt er das erniedrigende Leben als Bettler kennen. Als ihn seine Eltern entdecken, wirft er die Krone in den Müll. Er will lieber zu anständigen Leuten und geht mit seinen neuen Freunden zum Lebenswerk nach Melkendorf.
Schulamtsdirektorin Petra Rauh zeigte sich beeindruckt von der Leistung der Schüler.