Anlässlich des internationalen „Mend in Public Day“ am Sonntag, 26. April, beteiligt sich das Textilmuseum Helmbrechts an der weltweiten Aktionswoche „Fashion Revolution Week“ und lädt zu einem offenen Reparatur-Café für Kleidung ein. Von 11 bis 16 Uhr haben Besucherinnen und Besucher im Museumscafé die Möglichkeit, defekte Lieblingsstücke mitzubringen und unter fachkundiger Anleitung selbst zu reparieren.

Der „Mend in Public Day“ ist Teil einer globalen Kampagne, die nach dem Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch 2013 ins Leben gerufen wurde und sich für mehr Nachhaltigkeit, Transparenz und Verantwortung in der Modeindustrie einsetzt. „Wir wollen damit auch ein Zeichen gegen die Wegwerfmentalität der Fast-Fashion-Industrie setzen“, erklärt Lena Grießhammer, Leiterin des Textilmuseums, „es geht auch ein darum, nicht nur neue, sondern auch reparierte Kleidung wertzuschätzen, sich auszutauschen und neue Fähigkeiten zu erlernen.“

Unter Anleitung einer Damenschneiderin lernen die Teilnehmer grundlegende Techniken des Nähens, Stopfens und kreativen Ausbesserns. Gerade in einer Zeit, in der Kleidung oft schnell ersetzt werde vermittele das Reparatur-Café praktische Fähigkeiten und stärke das Bewusstsein für einen nachhaltigeren Umgang mit Textilien. Studien und Initiativen zeigten, dass viele Verbraucherinnen und Verbraucher einfache Reparaturtechniken verlernt oder nie erlernt hätten – hier wolle man im Textilmuseum gegensteuern. Das Café ist kostenlos und ohne Anmeldung zugänglich.

Parallel dazu haben die Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, die aktuellen Sonderausstellungen des Museums zu entdecken: „Gewebte Fantasien“ der Künstlerin Vivian Christlein sowie „100 Jahre Otto Knopf“. Weitere Informationen gibt es unter textilmuseum.de. red