Gleich in mehreren Ortsteilen des Marktes Kasendorf ging es in der Gemeinderatssitzung um die Zukunft der Straßenbeleuchtung. Während in Reuth, Lopp und Welschenkahl neue beziehungsweise modernisierte Beleuchtungsanlagen beschlossen wurden, scheiterte ein Antrag aus Peesten knapp.
In Reuth wird das bestehende Straßenbeleuchtungs-Netz im Zuge einer Erdverkabelung modernisiert. Den Auftrag für die Arbeiten erhielt die Bayernwerk Netz GmbH. Die Kosten belaufen sich auf rund 7000 Euro. Gleichzeitig soll geprüft werden, ob bei den Bauarbeiten gleich ein Leerrohr für einen späteren Glasfaserausbau mitverlegt werden kann, entschieden die Räte. Der Antrag wurde einstimmig befürwortet.
Einstimmig fiel auch die Entscheidung für den Ortsteil Lopp aus. Dort hatte Ortssprecherin Ines Schilde eine Erweiterung der Straßenbeleuchtung beantragt. Der Gemeinderat sprach sich auch für diese Investition in Höhe von gut 9500 Euro aus.
Anders verlief die Abstimmung für Peesten. Die Kirchengemeinde hatte die Installation einer Ortslampe beantragt. Obwohl ein konkretes Angebot über gut 10.000 Euro vorlag, fand das Vorhaben keine Mehrheit. Mit sechs Ja- und sieben Nein-Stimmen wurde der Antrag abgelehnt, weil der Standort sich den meisten Räten nicht erschloss. Die Lampe sollte am Friedhof bei der Leichenhalle aufgestellt werden. Nach Einbruch der Dunkelheit sei in diesem Bereich ohnehin niemand unterwegs, hieß es.
Zustimmung erhielt dagegen die Maßnahme in Welschenkahl. Dort wird eine Freileitung zurückgebaut, weshalb auch die Straßenbeleuchtung angepasst werden muss.
Die dafür notwendigen Arbeiten kosten gut 4200 Euro.
Ortssprecher vereidigt
Der Gemeinderat stellte die gewählten Ortssprecher offiziell in den Dienst. Bürgermeisterin Tanja Friedrich (FW) vereidigte die Ortssprecher Ines Schilde für Lopp, Christian Meister für Döllnitz und Helmut Schmidt für Azendorf. Auch die Ortsvertreter Volker Schenkel, der sich um den Ortsteil Welschenkahl und Lothar Hörner (Neudorf) wurden vereidigt.
Der Unterschied zwischen Ortssprechern und Ortsvertretern liegt in der rechtlichen Stellung. Ortsvertreter verfügen nicht über die besonderen Rechte eines Ortssprechers und können aus diesem Grund auch nur am öffentlichen Teil der Sitzungen teilnehmen – wie jeder andere Bürger auch. Bei unmittelbar den Ortsteil betreffenden Themen können Ortsvertreter jedoch geladen werden.
Ortssprecher werden gewählt, wenn der Gemeindeteil nicht durch einen Gemeinderat vertreten ist. Ortssprecher haben im Gremium Rede- aber kein Stimmrecht.
Ja-Wort unter der Tanzlinde
Künftig können sich Paare unter der historischen Tanzlinde in Peesten das Ja-Wort geben. Die Räte haben dafür votiert, dass die Tanzlinde offiziell zu einem Eheschließungsort gewidmet wird. Die standesamtlichen Trauungen finden künftig im sogenannten Lindensaal statt.
Sanierung nimmt Hürde
Die Sanierung des Hotelgasthofes „Goldener Anker“ nimmt indes die nächste Hürde. Architektin Anette Putz vom Büro Schwarzmann aus Wonsees stellte Konzept vor. Der Gemeinderat stimmte den geplanten Maßnahmen zu. Vor einer Bekanntmachung der Ausschreibung solle allerdings noch ein Abstimmungsgespräch mit der Förderstelle geführt werden, erläuterte Bürgermeisterin Tanja Friedrich (FW).
Sondersitzung für Carport
Im Streit um einen Carport in Kasendorf setzt die Kommune zunächst auf eine Vermittlung. Nach einer Diskussion mit Bauherren und Nachbarn soll am 22. Juli in einer außerordentlichen Sitzung endgültig entschieden werden. Das Thema beschäftigt die Räte schon seit April.