Beide Herrenteams des SV Gloria Weilersbach stecken voll im Abstiegskampf. Während die erste Mannschaft in der Kreisklasse 2 ER/PEG den Klassenerhalt noch packen kann, ist für die Reserve in der A-Klasse 3 der Zug schon fast abgefahren. Für beide Teams schnürte Jens Kügel in dieser Saison schon die Schuhe, dabei hatte der defensive Mittelfeldspieler seine Karriere eigentlich schon beendet.

Wer hat Sie angespielt?
Jens Kügel: Das war der Jörg Weber aus Willersdorf. Er ist mehr oder weniger der Freund meiner kleinen Schwester. Wir haben uns kennengelernt, von Anfang an saugut verstanden und haben neben dem Fußball ähnliche Interessen.

Mit der Reserve des SV Weilersbach stehen Sie in der A-Klasse 3 im Tabellenkeller, bis zum rettenden Ufer sind es 15 Punkte. Da ist der Abstieg fast schon besiegelt, oder?
Ja, leider so ziemlich. Wir hatten einen brutalen Umbruch, viele altgediente Spieler haben aufgehört oder sind weggezogen, da konnten wir fast nie mit derselben Mannschaft spielen. Es sind einfach so viele Sachen zusammengekommen, außerdem ist es dieses Jahr auch eine starke A-Klasse. Eigentlich hatte ich schon aufgehört mit dem Fußballspielen, aber dann habe ich die "Zweite" im Winter 2016 übernommen - auch damals sah es schlecht aus, aber wir haben es noch geschafft.

Im November haben Sie das Traineramt wieder niedergelegt, warum?
Ich habe aufgehört, weil mir das zu viel geworden ist. Ich mache ja auch die G-Jugend in Weilersbach. Mein jüngster Sohn spielt da und ich bin dort als Trainer eingesprungen.

Auch die erste Mannschaft steckt in der Kreisklasse 2 voll im Abstiegskampf. Wie sehen Sie dort die Chancen auf den Klassenerhalt?
In den vergangenen Wochen habe ich da gespielt, weil es einen Engpass an Spielern gibt, unter anderem wegen drei Verletzten mit Kreuzbandrissen. Das alles zu schlucken ist schon schwierig, das trifft beide Teams, der Kader wird immer dünner. Dazu muss man aber auch sagen, dass wir viele Spiele ganz unglücklich verloren haben.

Sie haben in dieser Spielzeit bereits zweimal Mal "Rot" gesehen...
Das liegt manchmal am Temperament. Ich bin nicht dafür bekannt, der Ruhigste zu sein. Ich komme halt rein und denke, da geht noch was - dann gehe ich in die eine oder andere Situation mit zu viel Eifer.

Seit elf Jahren spielen Sie bei den Herren der Gloria, können Sie sich vorstellen noch mal den Verein zu wechseln?
Eigentlich bin ich schon seit fast 30 Jahren im Verein, ich habe mit sechs Jahren hier angefangen. Mein Opa war schon hier, genauso wie mein Onkel und meine Brüder, da hat sich eigentlich nie die Frage gestellt. Man soll ja niemals nie sagen, aber in meinem Alter brauche ich einen Wechsel nicht mehr.

An wen spielen Sie weiter?
An Sebastian Steinbrecher von der SpVgg Dürrbrunn-Unterleinleiter. Wir kennen uns schon 30 Jahre und sind uns in all der Zeit privat oder auf dem Platz immer wieder begegnet. Über ihn nicht muss man nicht viel sagen, er ist bekannt wie ein bunter Hund. Aber bei der Frage, in welchem Sportheim er noch nicht war, bekommt er Probleme.
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Steilpass-Regeln: Das Spielfeld bilden die Landkreise Erlangen-Höchstadt und Forchheim. Verboten sind Kurzpässe, also Zuspiele innerhalb des eigenen Vereins, und Rückpässe zu bereits angespielten Aktiven.