Die Buchdokumentation "Cesaros internationales Mail-Art-Projekt ,Schwabach - ortung 11. - im zeichen des goldes‘" des Kronacher Künstlers Ingo Cesaro wurde der Presse vorgestellt. Einher ging dies mit einer wertvollen Schenkung von Ingo und Gisela Cesaro an das Stadtmuseum Schwabach.

Bereits Anfang März war vorgesehen, die Buchdokumentation zu präsentieren. Corona machte dies unmöglich. Also verschickte Cesaro dieses Werk damals als positives Zeichen in alle Welt.

Vorhergegangen war 2017 das Jubiläum "900 Jahre Schwabach". Cesaro hatte der Leiterin des Kulturamtes der Stadt, Sandra Hoffmann-Rivero, für die Kulturbiennale "ortung X" ein internationales Sprachprojekt vorgeschlagen. Er sammelte 900 Haiku für Schwabach aus aller Welt. Anlässlich der Kulturbiennale organisierte er Schreib- und Druckwerkstätten; viele Bürger beteiligten sich. Nach diesem Erfolg schlug er der Stadt vor, das Jubiläumsbuch "900 Jahre Schwabach - und kein bisschen alt" herauszugeben. Noch im Jubiläumsjahr konnte er es realisieren.

Mail-Art-Projekt

Am Rande dieser Buchvorstellung erzählte Cesaro von einem möglichen internationalen Mail-Art-Projekt für "ortung 11". Hoffmann-Rivero lud Cesaro daher als Gastkünstler 2019 zur "ortung 11" ein, um dieses besondere Kunstprojekt zu realisieren. Zwei Jahre nach dem Jubiläum sammelte er nicht nur 902 sondern insgesamt 910 Unikat-Mail-Art-Postkarten, die aus der ganzen Welt zu ihm geschickt wurden. Er profitierte dabei von seinem Netzwerk, denn er ist auch mit typografischen Arbeiten international als Mail-Art-Artist in der Szene bekannt.

Bei den Themen zu Schwabach ging es nicht nur um Gold, also um die Goldschlägerstadt, sondern auch um Schrauben und Nadeln, um den Komponisten Henselt, um die Zinie und um die Schwabacher Schrift. Über 9000 Besucher sahen die laminierten Unikate. Aufgrund dieses Erfolgs wurde die Idee des Kronachers, eine Auswahl davon in Buchform herauszugeben, vom Kulturamt spontan befürwortet. Zwischenzeitlich musste die Buchvorstellung in Schwabach jedoch wegen Corona verschoben werden.

Bei der Vorstellung wurde jetzt vor allem die Nachhaltigkeit dieses Projektes hervorgehoben. Beteiligte Mail-Art-Künstler bestätigten, dass diese Dokumentation in Hardcover das Beste sei, was in diesem Bereich publiziert vorliege. Cesaro bedankte sich vor allem bei Hoffmann-Rivero und allen Mitarbeitern, die nicht nur an ihn geglaubt, sondern ihn auch voll unterstützt hätten.

Mittlerweile sind alle 910 Mail-Art-Karten im Netz anzuschauen. Im Buch, das in der Neuen Cranach Presse Kronach erschien, konnte nur eine Auswahl von circa 160 Arbeiten aufgenommen und abgebildet werden.

Unikate überreicht

Die 910 Unikate mit den Schwabacher Themen, das war Cesaros Meinung, sollten in Schwabach bleiben. So brachte er das Konvolut mit und übergab es dem Museumsleiter Tobias Schmid. Dieser bedankte sich und erklärte, dass er versuchen werde, immer wieder bei bestimmten Themen Teile der Sammlung mit auszustellen beziehungsweise auch das gesamte Projekt. Er bedankte sich ausdrücklich für diese besonders wertvolle Schenkung bei Gisela und Ingo Cesaro. red