Die beiden Kommunen im Haßlachtal, Pressig und Stockheim , forcieren die interkommunale Zusammenarbeit. Das Tempo und die Intensität der Zusammenarbeit werden in verschiedenen Bereichen erhöht. Diese soll laut den Bürgermeistern, Stefan Heinlein (Pressig) und Rainer Detsch ( Stockheim ), mit voller Kraft weitergehen. Daher trafen sich die Rathauschefs, die Fraktionssprecher und Mitglieder beider Verwaltungen in Klosterlangheim zu einer zweitägigen Klausurtagung.

Vor sechs Jahren entstand der Wunsch nach einer engeren Zusammenarbeit über die Gemeindegrenzen hinweg. Die Integrierte Ländliche Entwicklung Haßlachtal ist der enge Zusammenschluss des Marktes Pressig und der Bergwerksgemeinde Stockheim . Die Grundlage der interkommunalen Zusammenarbeit ist ein Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept (Ilek). Gefördert wird es durch das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Oberfranken.

Das Ilek wurde im Jahr 2016 erarbeitet und nun stand die Zwischenevaluierung in einer Klausurtagung an der Schule der Dorf- und Flurentwicklung (SDF) in Klosterlangheim an. Professionell unterstützt wurden die Teilnehmer durch die zwei Moderatorinnen der SDF Klosterlangheim, Julia Gerstenberger und Stefanie Dümig, sowie durch den Ile-Betreuer Georg Karl. Im Zuge des Seminars wurde ein Rückblick über die bisherigen Projekte gegeben und ein Aktionsplan für das weitere Vorgehen festgelegt. Auch die Organisationsstruktur sowie Erfolge und Schwierigkeiten standen auf dem Prüfstand.

Bei der Evaluierung merkten die Teilnehmer beider Kommunen, wie gut man bisher schon zusammengearbeitet hat, um in der Summe „gemeinsam“ zu wachsen. „Wir passen einfach sehr gut zusammen und dies nicht nur durch den räumlichen Zuschnitt. Man kann sich in vielen Sparten gut ergänzen“, stellten beide Gemeindeoberhäupter fest. Und sie ergänzten: Die intensivere Zusammenarbeit umfasst viele Hauptthemen, welche noch mit den Ratsmitgliedern genauer abgestimmt werden.

Unter anderen geht es um Themen im Bereich der Naherholung (Wanderwege, Erholungspunkte u.v.m.), ein Standortkonzept Haßlachtal im Bereich der erneuerbaren Energien, die zukünftige bauliche Veränderung an den Bahnhofsumfeldern und vertiefte Verwaltungskooperationen.

Nach Abschluss der Veranstaltung waren sich alle Teilnehmer einig, dass die erfolgreiche Zusammenarbeit auch in den nächsten Jahren fortgeführt werden soll.

Nach dem Leitsatz „Zukunft Gemeinsam Gestalten“ könne man nur dann kompetent mitwirken, wenn man die Chancen durch die Ländliche Entwicklung erkennt und weiß, wie Entwicklungsprozesse, Integrierte Ländliche Entwicklungen, Gemeindeentwicklungen, Dorferneuerungen und Flurneuordnungen ablaufen. eh