Die Stadt Kronach möchte die bisherige Lebensleistung von Professor Horst Böhm in einem Werkverzeichnis als Katalogbuch mit Texten und Kunstwerken zusammenfassen, informierte Bürgermeisterin Angela Hofmann. Das Ansinnen wird auch vom Tourismus- und Veranstaltungsbetrieb der Stadt Kronach mit seiner Leiterin Kerstin Löw und vom Museologen Alexander Süß unterstützt.

Die Stadt habe dafür bereits über den Tourismus- und Stadtmarketing-Ausschuss Finanzmittel vorgesehen. „Auch die Sparkassenstiftung sagte eine Finanzierungsbeteiligung zu“, ließ Kerstin Löw wissen.

Beeindruckender Werdegang

Als Organisator für die Konzeption dieses Werkverzeichnisses wurde Ingo Cesaro gewonnen. Der Vorsitzende des Vereins Regionale Kunstförderung Kronach erklärte bei einem Pressegespräch, dass es ihm schon lange am Herzen gelegen habe, die großen Werke des Kronacher Malers Professor Horst Böhm mehr an die Öffentlichkeit zu bringen.

Der gebürtige Kronacher Böhm übte, wie Cesaro darlegte, nach Abitur und Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München (1962 – 1968) eine Lehrtätigkeit an Gymnasien aus. Im Jahr 1967 führte ihn diese nach München, Amberg, Marktredwitz und Kronach und er beschäftigte sich mit der Durchführung von Mal- und Zeichenkursen. Er brachte unzählige eigene Arbeiten in Zeichnungen , Grafiken, Tafelbildern, architekturgebundenen Arbeiten an und in öffentlichen Gebäuden wie Wandmalereien, Mosaiken, Keramikwände und Glasmalerei aus eigenen Kreationen hervor.

Besondere Maltechniken

Kunstkenner wurden bei mehreren Einzel- und Gruppenausstellungen auf die besonderen Maltechniken von Horst Böhm aufmerksam und schätzten diese. 1977 kam es zur Berufung zum Professor für Malerei, Zeichnung und Grafik an die Technische Hochschule, jetzt Technische Universität Darmstadt .

Alle seine großen Erfolge und Auszeichnungen für seine Werke ließen Horst Böhm bescheiden bleiben – zu bescheiden, meint Ingo Cesaro. Er ist seit Jahrzehnten mit Böhm befreundet, und nun ist es ihm gelungen, diesen von einer Zusammenfassung seiner Kunstobjekte in einem Werkverzeichnis zu überzeugen. Nach Herausgabe eines kleinen Kataloges mit Skizzen und Zeichnungen Ende der 1960er Jahre erschien nichts mehr von Böhm. Ein Riesenerfolg war im Jahr 2003 die Retrospektive mit über 180 Bildtafeln auf der Festung Rosenberg . Es folgten Ausstellungen in der Region. eh