„Aotearoa“ nannten die Maori Neuseeland, die als Ureinwohner um 750 mit der Besiedlung der beiden Inseln im Südpazifik begannen. Die Schönheit des „Lands der Kiwis“ zeigt der aus Ludwigsstadt stammende Fotojournalist Heiko Beyer in einer Live-Multivisionshow am 1. und 2. April jeweils um 19 Uhr in der Hermann-Söllner-Halle in Ludwigsstadt .

Sechs Monate lang ließ sich Heiko Beyer durch die überwältigenden Naturlandschaften Neuseelands treiben, deren Gegensätze von eisigen Gletschern bis hin zu rauchenden Vulkanen reichen. So viele magische Facetten gibt es auf Neuseeland, dass „Herr-der-Ringe“-Regisseur Peter Jackson Mittelerde hierher verlegte. Ein Land, in dem man sich zur Begrüßung einen „Nasenkuss“ gibt und dessen Einwohner an den schwankenden Erdboden gewöhnt sind.

In seiner Reise-Reportage erzählt der Globetrotter im April in seiner Heimatstadt von der Gastfreundschaft der Maori, die ihn mitnehmen in die dichten alten Kauriwälder und einen tiefen Einblick in ihre Traditionen und Mythen gewähren. Er nistet sich ein bei einer Gruppe lustiger Senioren, die im Coffin-Club ihre eigenen Särge bauen und begleitete auf der Südinsel eine Rangerin, die sich vollkommen dem Schutz des Wappentiers Neuseelands, des kleinen pummligen Laufvogels Kiwi, verschworen hat. Und er wagt sich in das verzweigte Höhlensystem der Waipu-Caves auf der Suche nach den fluoreszierenden Glowworms. Hier heißt es dann: Taschenlampe ausschalten und ein seltsam funkelndes, lebendiges Firmament an der Höhlendecke bewundern.

„Vieles im Land der Kiwis ist schlicht und einfach verrückter, schräger, einfach anders als zu Hause“ – das hat der Weltenbummler schnell erkannt. An der Westküste der Südinsel nimmt er die Herausforderung an, auf dem Wild Food Festival zuckende Baummaden, Fliegen in Aspik, mit Schokolade überzogene Kakerlaken und sonstige absurde Leckereien zu verspeisen.

Im Camper, per Hubschrauber und zu Fuß erkundet er beide Inseln, übernachtet im Zelt an einsamen Sandstränden und romantischen Seen und genießt in den Nationalparks mit so klangvollen Namen wie Paparoa, Abel Tasman und Taranaki dramatische Steilküsten, üppige Wiesen und dichte Regenwälder . Dabei wird er beschenkt von spannenden Begegnungen mit superfrechen Papageien, neugierigen Schafen und putzigen Pinguinen . Und auch mit den Millionen an aufdringlichen Sandflies, die es als ihre elementare Lebensaufgabe zu sehen scheinen, Reisende in den Wahnsinn zu treiben. Aber sie halten Heiko Beyer nicht davon ab, auf dem Tongariro Alpin Crossing den hohen Vulkanen und den fauchenden Geysiren des Nordens nahe zu kommen. Kontrastprogramm dann ganz im Süden: Wind und Regen gleichermaßen trotzend wie verfluchend, erlebt er die Urgewalten der Fjorde, Pässe und dichten Wälder – und steht am Ende staunend am magischen Milford Sound, wo sich Berge und Meer begegnen.

Präsentiert wird die neuseeländische Foto-Mission erneut von der Stadt Ludwigsstadt , die damit gerne einem vielfach an sie herangetragenen Wunsch einer Fortsetzung folgt.

Karten gibt es im Vorverkauf zu 10 Euro im Reisebüro Schnappauf, in der Sparkasse Ludwigsstadt und im Rathaus Ludwigsstadt , Restkarten an der Abendkasse. Auswärtige Besucher können im Rathaus unter Tel. 09263/949-21 anrufen, ihre Adresse durchgeben und die Bankverbindung erfahren. Mit Eingang des Geldes werden die Karten (Versandgebühr 3,50 Euro) verschickt. hs