Wochenend-Ausflug, Platten-Party, eine Feier auf dem LGS-Gelände, Sport-Events und vieles mehr – lange Zeit waren solche Veranstaltungen nicht möglich. Gerade viele junge Menschen haben Isolation, Frust und Erschöpfung erlebt. Um der Passivität Jugendlicher sowie vieler Mitarbeitender in der Jugendarbeit entgegenzuwirken und sie (wieder) für die Angebote der außerschulischen Bildungsarbeit zu gewinnen, hat das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales den Bayerischen Jugendring (BJR) beauftragt, geeignete Maßnahmen zu erarbeiten.

Als Baustein des vom Ministerrat beschlossenen Konzepts zur außerschulischen Unterstützung von Kindern und Jugendlichen in der Corona-Pandemie stellt die Staatsregierung hierfür einen Sonder-Etat zur Verfügung. Damit sollen insbesondere Veranstaltungen für und mit jungen Menschen unterstützt werden. An der Initiative beteiligt sich auch der Kreisjugendring (KJR) Kronach mit einer „Jugend PlanBar“.

Gezielte Projekte

„Mit den zusätzlichen Mitteln der Aktivierungskampagne unterstützt das Jugendministerium die Jugendarbeit zum richtigen Zeitpunkt. Dadurch können gezielt Projekte und Angebote für junge Menschen organisiert werden, bei denen sie sich wieder persönlich begegnen können“, erläutert KJR-Vorsitzender Andy Fischer. Hierzu brauche es zum einen natürlich gute Ideen und zum anderen junge Leute, die bereit sind, gemeinsam mit anderen Jugendlichen im Landkreis solche Veranstaltungen auf die Beine zu stellen. Interessierte zwischen zehn und 18 Jahren, die sich bei der Planung und Organisation solcher Veranstaltungen mit einbringen möchten, wenden sich umgehend per Mail an den KJR Kronach (info@kreisjugendring-kronach.de). Diese erhalten dann – ebenfalls per Mail – weitere Infos. Auch für Veranstaltungsvorschläge ist man offen und dankbar.

Kopf voller Ideen

Bestimmt hätten viele junge Leute, zeigt sich Alexandra Rehm sicher, den Kopf voller Ideen, was man im Landkreis veranstalten könnte. Oder sie könnten sagen, was sie vielleicht schon immer mal aufziehen wollten, das aber bislang am Geld oder an der Unterstützung Gleichgesinnter gescheitert ist. „Jetzt habt Ihr die Gelegenheit, das durchzuziehen. Ihr habt die Ideen – wir finanzieren – Ihr organisiert!“, appelliert die Studentin der Sozialen Arbeit an die jungen Leute.

Insgesamt stehen dem KJR Kronach für die Kampagne 44.000 Euro zur Verfügung. Diese für Projekte, Aktionen und Veranstaltungen bis zum 31. Dezember befristeten Mittel können nicht ins nächste Jahr übertragen werden. „Es wäre doch wirklich sehr schade, wenn das Geld nicht abgerufen würde“, stellt sie heraus. Das Projekt wird aus dem „Bayerischen Aktionsplan Jugend“ des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales durch den Bayerischen Jugendring gefördert. hs