Vor acht Jahren eröffnete die Frühförderstelle der Lebenshilfe Kronach eine Außenstelle in Steinbach am Wald. Im Sommer dieses Jahres möchte die wohnortnahe Anlaufstelle nunmehr in das derzeit im Umbau befindliche „Haus für Generationen“ nach Hirschfeld umziehen.

Die neuen Räume müssen gemäß den Anforderungen ausgestattet werden, wobei die Lebenshilfe die Kosten für das Mobiliar aus Eigenmitteln aufbringen muss. Hierfür startete sie einen Spendenaufruf vor allem an Firmen in nördlichen Landkreis. Die Rösler CeramInno GmbH spendete 500 Euro und die CAH-Stiftung 1000 Euro. „Vom Aufgabenbereich der Frühförderstelle haben viele eine ungenaue Vorstellung“, erklärte Frühförderstellen-Leiterin Elisabeth Naß bei den beiden Spendenübergaben in Schauberg bzw. Kleintettau. Oft herrsche die Meinung, dass diese vor allem eine Einrichtung für Kinder mit geistiger Behinderung sei.

Bei den beiden Frühförderstellen handelt es sich um ein von der Lebenshilfe auf den Weg gebrachtes Konzept der frühen Hilfe. Das freiwillige und kostenlose Angebot richtet sich an alle Eltern, deren Kinder bei der körperlichen, kognitiven, sprachlichen, emotionalen und sozialen Entwicklung Unterstützung brauchen – mit dem Ziel, diese fit für die Regelschule zu machen. Aufgrund des hohen Bedarfs reiche der Platz in den vorhandenen Räumlichkeiten in Steinbach am Wald nicht mehr aus. Dank der großen Unterstützung der Gemeinde finde man aber schon bald im ersten Stock des ehemaligen Hirschfelder Schulgebäudes eine neue Bleibe.

Inzwischen kommen jährlich um die 40 Kinder aus den Gemeinden des oberen Frankenwaldes zur Beratung und Diagnostik sowie heilpädagogischen Förderung in die Außenstelle, in Kronach sind es circa 140. Auch begleitende medizinische Therapien – Logopädie , Ergotherapie und Physiotherapie – werden in den Räumen durchgeführt. hs