Leckeren Kuchen genießen mit in liebevoller Handarbeit hergestellter Deko, sich selbst oder anderen eine Freude bereiten und dabei Menschen in Not helfen: Unter dem Motto „Jedes Kuchenstück etwas Glück“ wurden bei der Hilfsaktion am Feuerwehrhaus in Lahm 25 selbst gebackene Kuchen und Torten zum Mitnehmen angeboten. Zusätzlich war ein kleiner Kerzen- und Holzstand aufgebaut mit schönen Eigenkreationen zweier kreativer Köpfe aus Hesselbach und Lahm – und das alles für den guten Zweck!

Das zunehmende Leid in der Ukraine lässt auch die Menschen im Landkreis Kronach nicht kalt. Wie an vielen anderen Orten im Landkreis wollte man daher auch in Hesselbach beziehungsweise Lahm einen Beitrag leisten, um die notleidende Bevölkerung zu unterstützen.

Helfer schnell zur Stelle

Kurzfristig initiierten die Freundinnen Laila Blumenröther und Eileen Gehring eine auf überwältigenden Zuspruch stoßende Kuchen-Aktion. Die beiden Frauen hatten im Vorfeld zahlreiche Kuchenbäckerinnen aus allen Ortsteilen der Gemeinde Wilhelmsthal wie auch von außerhalb mobilisiert, die dankenswerterweise sofort ihre Bereitschaft erklärt hatten, süße Köstlichkeiten beizusteuern. Innerhalb einer Stunde war das riesige Büfett mit 25 Kuchen und Torten komplett leergeräumt. Der Erlös aus dem Kuchenverkauf kommt komplett der Ukraine zugute.

Darüber hinaus konnten an einem kleinen Stand die aktuell sehr angesagten Stabkerzen mit verschiedenen Sprüchen und Motiven erworben werden, die von Laila Blumenröther unter Mithilfe ihres kleinen Sohns Luan Eckert hergestellt wurden. Die entsprechenden Kerzenständer wurden vom elfjährigen Leon Gehring und seinem Papa mit viel Können und Herzblut maßgeschreinert, so dass sich in der Kombination eine zauberhafte und noch dazu sehr symbolträchtige Deko als „Lichter der Hoffnung“ ergab. Auch hier wurde ein Teilbetrag für die Menschen in der Ukraine gespendet.

Vereine bringen sich ein

Unterstützt wurde die Hilfsaktion weiter von der Feuerwehr Lahm unter Vorsitz von Karl-Heinz Seuling. Ein Dank galt auch den Kegeldamen des TSV Wilhelmsthal, die ihr Sparschwein schlachteten und 259 Euro spendeten. Weitere 150 Euro gingen von der Pfarrei Lahm sowie 100 Euro von der Feuerwehr Lahm ein, so dass letztlich ein Gesamtbetrag von 2327,20 Euro zu Buche stand. Diese Summe hat sich mittlerweile sogar noch erhöht, da die Initiatorinnen auch am Folgetag Spenden erreichten.

„Ob jung oder alt – so viele setzten an diesem Tag ein großes Zeichen der ganzen Gemeinschaft, wie wichtig Frieden auf Erden ist und wie sehr sich jeder danach sehnt“, zeigten sich die Organisatorinnen am Ende völlig überwältigt. Gerade auch die Kinder, die oftmals ihre kleinen Geldbeutel geöffnet hätten, seien einfach der „Wahnsinn“ gewesen.

Verwendet wird die Spende für die Ukraine-Flüchtlinge - insbesondere auch für die bereits im Landkreis Kronach angekommenen Familien