Erzbischof Ludwig Schick ruft dazu auf, bei allem Negativen und Versagen in der Kirche auf die Früchte des Heiligen Geistes zu blicken. Missbrauch, Kreuzzüge, Zwangsbekehrungen und Skandale seien nicht vom Geist Christi beseelt gewesen, sondern vom Ungeist, der gegen den Geist Christi agiert, sagte Schick am Sonntagabend zum Tag der geistlichen Berufe in Kronach .

„Wir haben uns daran gewöhnt, die Früchte des Ungeistes zu sehen, zu beklagen und anzuklagen. Betrachten wir die guten Früchte des Heiligen Geistes , der der Kirche gegeben ist und in der Kirche wirkt“, sagte Schick und verwies auf die Heiligen wie Franziskus, Klara, Vinzenz von Paul, Mutter Teresa, Don Bosco und viele andere. „Das sind Früchte des Geistes, die die Kirche reich machen und durch die die Kirche Menschen und Menschheit bereichert.“

Trost und Hoffnung

Zu den guten Früchten gehörten auch Millionen Eltern und Großeltern, die für ihre Kinder alles geben, damit sie Leben haben, wachsen und gedeihen. Das seien auch die Abertausenden guten Priester, Diakone , pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die die frohe Botschaft von der Liebe Gottes den Menschen verkünden, die Trost, Hoffnung, Mut und Frieden vermitteln. Das seien auch jene, die in den Kindergärten, Schulen, Krankenhäusern, in der Politik und im sozialen Leben die Menschen begleitet und auf gute Lebenswege geführt haben.

„Diese Früchte können auch nicht durch noch so viel Negatives ungeschehen gemacht werden. Gott sei Dank“, sagte Erzbischof Schick im abendlichen Gottesdienst am Sonntag in Kronach .

Sinn des besonderen Tages

Wer diese guten Früchte sehe, der könne sich auch die Frage stellen, ob er selbst mitwirken, sich vom guten Geist beseelen lassen und solche Früchte den Menschen geben wolle, als Priester, Diakon , im pastoralen Dienst, als Lehrkraft oder in einem sozialen Beruf.

„Darum geht es beim Tag der geistlichen Berufe, dass junge Menschen sich vom Geist Gottes ansprechen lassen, um gute Früchte zu bringen für ihre Mitmenschen“, betonte Schick. red