Was genau ist denn bitte Kunst? Eine mögliche Definition lieferte Volker Ullenboom, der bekannt ist für seine Holzskulpturen und den 2. Nordhalbener Kunstsommer mit organisierte. Der wurde inzwischen eröffnet, und schon jetzt wird klar: Eine „rauschende Party wie vor zwei Jahren wird es wohl nicht werden,“ bedauerte gleich zu Anfang Bürgermeister Michael Pöhnlein .

Doch kurz nochmal zurück zur Definition von Kunst. Laut Ullenboom sei sie zwar nicht direkt notwendig, mache aber umso mehr Spaß . „Kunst ist unersetzlich, sie bereichert die Menschen, ist vielfältig und anregend und sie schafft Kritik und Auseinandersetzung. Kunst ist aber auch das Sahnehäubchen des täglichen Lebens.“

Viel Applaus bekam er dafür vor allem von seinen Künstlerkollegen und den anwesenden Sponsoren, denn gerade die Künstler hätten in den zurückliegenden Monaten sehr unter der Pandemie gelitten. Jetzt aber freue man sich erst einmal über den beginnenden Kunstsommer. Ullenboom stellte fest, dass sich in Nordhalben mittlerweile eine „große Kunstszene“ entwickelt habe. Man lebe und arbeite miteinander; viele helfende Hände würden immer dann mit zupacken, wenn es nötig sei. „Und so wurde aus dem ,Spinnen‘ Realität.“

Der Kunstsommer sei irgendwie ansteckend, denn weitere, lokale Künstler seien an Bord gekommen und stellten aus, wie zum Beispiel Nadja Volk und Andy Herzog. Ullenboom freute sich aber auch, dass die Klöppelschule unter neuer Leitung ebenfalls dabei ist. Es habe also „vielfältige Bereicherungen gegeben bei einem Event, dass die Gemeinde Nordhalben ausrichte, die Bürgerinitiative NohA unterstütze und er, gemeinsam mit Diana und Kai Deckelmann, organisiert habe.

Bevor die Klänge des Kronacher Duos „Südsüdwest“ das Publikum fesselten, warb Bürgermeister Michael Pöhnlein für den Kunstsommer, aus dem man in diesem Jahr „das Beste gemacht“ habe.

Lange habe man sich ja fragen müssen, ob in diesem Jahr überhaupt etwas gehe und wenn ja, wann und wieviel? Ausländischen Künstlern habe man aus bekannten Gründen leider absagen müssen, bedauerte er. „Aber es wurde in vielen ehrenamtlichen Stunden wieder etwas auf die Beine gestellt – und zwar etwas richtig Gutes.“ Er trat allen Kritikern entgegen, die gerade am Anfang ihre Bedenken hätten laut werden lassen, und das oft in abwertender Form. Er sagte: „Wenn wir spinnen, spinnen wir richtig!“

Der 2. Nordhalbener Kunstsommer dauert noch bis zum 22. August. Während dieser Zeit können die Arbeiten der Künstler besichtigt werden. Nähere Infos dazu gibt es unter anderem hier: www.nordhalben.de/kuenstlerszene-nordhalben/kunstsommer/