Die Zahl der bei der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg gemeldeten Berufsausbildungsstellen hat im Vergleich zum Vorjahr um 317 (plus 7,8 Prozent) auf 4392 zugenommen. Ende März gab es 2768 freie Lehrstellen, 405 (plus 17,1 Prozent) mehr als in 2021.

Bei der Berufsberatung haben sich bisher 1964 Jugendliche gemeldet, die zum Start ins Berufsleben auf der Suche nach einer Ausbildung sind. Das sind 164 (minus 7,7 Prozent) weniger als im letzten Jahr. Fünf Monate vor Ausbildungsbeginn im September suchen im Agenturbezirk noch 1065 junge Menschen einen betrieblichen Ausbildungsplatz, 133 weniger (minus 11,1 Prozent) als 2021.

Auf 100 freie Ausbildungsstellen kommen aktuell rein statistisch 38 potenzielle Bewerber.

Viele Ausbildungsplätze

Zur Halbjahresbilanz im vergangenen Jahr war der Ausbildungsmarkt laut Agenturchef Stefan Trebes stark von den Folgen der Corona-Pandemie geprägt, was zu einem spürbaren Rückgang der Zahl der Bewerber und Lehrstellen führte. Seitdem hat sich der Lehrstellenmarkt zusehends erholt. Die Betriebe melden wieder rege Ausbildungsplätze.

Im Schnitt kommen auf einen noch unentschlossenen Jugendlichen 2,6 Lehrstellen. Coronabedingt wechselten in den letzten beiden Jahren mehr Jugendliche im Herbst auf weiterführende Schulen oder wiederholten das Schuljahr, um die ungewisse Situation zu überbrücken. In diesem Jahr finden erstmals wieder viele Ausbildungsmessen statt. Sie bieten Jugendlichen gute Chancen, um mit Betrieben unkompliziert direkt in Kontakt zu treten und sich beruflich zu orientieren. Ein Schnupperpraktikum, das mittlerweile wieder problemlos möglich ist, kann dabei der Türöffner zum Ausbildungsvertrag sein.

Die duale Ausbildung ist das Erfolgsgeheimnis der deutschen Wirtschaft. „Ich appelliere daher an die Schüler, entscheidungsfreudig zu sein. Setzt euch mit den eigenen Stärken auseinander, informiert euch über die vielen inte-ressanten Berufe, dann klappt es mit dem vielleicht jetzt noch unbekannten Wunschberuf“, so Trebes. Die Betriebe freuten sich auf die Bewerbungen. red