Der Awo-Chor Lichtenfels hat sich seit seiner Gründung zu keiner Zeit gescheut, unbequem und fordernd zu sein. Das politische Lied als Ausdruck politischer Gesinnung und enger Verbundenheit zum Gedankengut der internationalen Gewerkschaftsbewegung sind seit drei Jahrzehnten das Markenzeichen der durchschnittlich rund 30 Sängerinnen und Sänger. Heute gilt der Chor als einer der Kulturträger am Obermain, der das musikalische Geschehen in der Korbstadt nachhaltig mitgeprägt hat - mit klaren politischen Botschaften, aber stets fernab parteipolitischer Ausrichtung.
Gegründet wurde der Klangkörper vor 30 Jahren von dem langjährigen Kommunalpolitiker, Pädagogen und Musiker Peter Dietz und ein paar Gleichgesinnten. Schnell entwickelte sich der damalige "Arbeiterwohlfahrt Chor" weiter und wurde so zum festen Bestandteil der Lichtenfelser Kulturszene.


Peter Dietz

Eng verbunden ist der Name des Awo-Chors Lichtenfels insbesondere mit den Uraufführungen ihres Dirigenten Peter Dietz. Vielen unvergessen sind die zahlreichen Kompositionen, die Dietz für Vokal- und Instrumentalmusik abgeliefert hat. So etwa die Oper "Der verlorene Sohn", sein Oratorium "Bonhoeffer" oder die "Messa da Requiem". In diesen Werken spiegelt sich die politische Anschauung von Peter Dietz ebenso wider wie seine tiefe Religiosität. Beides vereint in herausragender Musikalität, die der heute 76-Jährige auch in musikpädagogischen Veröffentlichungen unterstrichen hat.
Der Eintritt für das Jubiläumskonzert am Sonntag, 6. Mai, in der Martin-Luther-Kirche Lichtenfels ist frei, Spenden zugunsten der evangelischen Kirchengemeinde Lichtenfels werden erbeten. Beginn ist um 17 Uhr. Zur Aufführung gelangt ein Querschnitt durch das Repertoire des Awo-Chores mit Liedern wie "Viva la musica", "We shall overcome", "Die Gedanken sind frei" und "Hava Nagila" sowie Stücke aus den Werken von Peter Dietz wie "Fantasia Intertemporale", "Von guten Mächten", "Die Versuchung Jesu" und andere. red