Ob die Menschen der Verpflichtung nachkommen, einen Mund-Nase-Schutz im öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) zu tragen, hat die Polizei am Donnerstag in Unterfranken kontrolliert. Dies war Teil einer bayernweiten Aktion. "In der Gesamtschau gab es nur wenige Beanstandungen", heißt es im Pressebericht der unterfränkischen Polizei. Die Streifen überwachten insbesondere das Tragen der Bedeckungen in Bussen, S-Bahnen, Zügen und Taxis, aber auch an dazugehörigen Einrichtungen wie Bahnhöfen und Haltestellen.

Ziel der bayernweiten Aktion war laut Polizei die Sensibilisierung der Bevölkerung hinsichtlich der Tragepflicht von Mund-Nase-Bedeckungen im Öffentlichen Personennahverkehr sowie die öffentliche Wahrnehmbarkeit der Kontrollen. Verstöße werden mit einem Bußgeld in Höhe von 150 Euro geahndet.

Die überwiegende Mehrzahl der Personen in Unterfranken, die den ÖPNV nutzen, hält sich an die gesetzlichen Bestimmungen. "Ein Großteil derer begrüßt die Kontrollen. Schließlich trage die Polizei so dem besonderen Schutzbedürfnis der Bevölkerung Sorge und erhöhe das subjektive Sicherheitsempfinden von Fahrgästen", so die Polizei weiter. Annähernd 100 Prozent der Fahrgäste in Bussen, Straßenbahnen und Taxen tragen eine Mund-Nase-Bedeckung. In Zügen der Deutschen Bahn nehmen deutlich mehr Reisende die Maske aus Gründen der Annehmlichkeit oftmals wieder ab. Da Haltestellen und Bahnsteige meist im Freien liegen und die Tragepflicht generell unter freiem Himmel nicht besteht, herrscht oft Unsicherheit über die Verpflichtung, auch hier Masken zu tragen. Ermahnende Worte haben, so die Polizei weiter, in diesen Bereichen aber gereicht, das Tragegebot von Masken durchzusetzen. Zukünftig werden bei derartigen Verstößen allerdings Anzeigen an die zuständigen Behörden weitergeleitet, die über die Einleitung von Bußgeldverfahren entscheiden werden.

Mündliche Verwarnungen

Insgesamt wurde in Unterfranken das Verhalten von 89 Personen beanstandet. Hierbei handelte es sich fast ausschließlich um Personen, die eine Maske mit sich führten, sich allerdings nicht darüber im Klaren waren, dass die Tragepflicht auch an den Haltestellen und Bahnsteigen unter freiem Himmel gilt. Die Reisenden wurden mündlich verwarnt.

Im Rückblick auf die Schwerpunktaktion zieht das Polizeipräsidium Unterfranken eine durchaus positive Bilanz. Zahlreiche aufklärende Gespräche werden nach Annahme der Polizei dazu führen, dass in der Zukunft die Tragequote an Bahnsteigen und derartigen Anlagen steigen wird. Auch in der Folgezeit der Schwerpunktaktion wird die unterfränkische Polizei Präsenz zeigen und das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung kontrollieren. Die Kontrollen erfolgen in enger Abstimmung mit der für den Bahnverkehr zuständigen Bundespolizei und den ebenfalls in der Verantwortung stehenden Verkehrsverbünden und -betreibern. pol