Rund 70 ehrenamtliche Mitarbeiter trafen sich zum Neujahrsempfang der evangelischen Kirchengemeinde im Kantoratsgebäude.
Pfarrer Wolfgang Oertel dankte allen insgesamt 120 ehrenamtlichen Mitarbeitern für die geleistete Arbeit im abgelaufenen Jahr und sprach die Jahreslosung für 2018: "Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst!" Dabei geht es um Wasser und nicht, wie bei "feucht-fröhlich" um Alkohol, verdeutlichte er seine Worte.
Aber die Losung passe auch nicht so ganz, denn sie sei Zukunftsmusik, so Oertel. Wie steht es denn mit dem Wasser? In Deutschland kann jeder fast kostenlos trinken, wenn einem denn das Leitungswasser gut genug ist. "Die Klimakatastrophe ist eine Wasserkatastrophe", so der Pfarrer.
Austräger der Boten, DOJ-Gruppe, Jungschar, Konfirmandenteam, Krabbelgruppe, Seniorenkreise, Friedhofsdienst, Ungarn- und Frauenkreis sind nur ein kleiner Teil der zahlreichen Gruppen, die beim Empfang anwesend waren, um das Leben in der Kirche aufrechtzuerhalten. Oertel blickte auf zahlreiche Veranstaltungen wie Konzerte, besondere Gottesdienste und Aktionen zurück. Die Kirche ist seit April auch tagsüber geöffnet.
In diesem Jahr ändert sich der Konfirmandenturnus von bisher 18 auf zwölf Monate. Das Pfarrfest wird Anfang Juli in Guttenberg stattfinden und vom 23. bis 28. August wird eine Delegation die ungarische Partnergemeinde Simontornya besuchen.
Die Heizungen werden im Mesnerhaus Untersteinach und im Kindergarten Fölschnitz erneuert. Weiter steht die Renovierung der Leichenhalle sowie der Einbau eines Buntglasfensters in der St.-Oswald-Kirche an. Es wird ausgewählt aus fünf Vorschlagen, über die der Kirchenvorstand entscheidet. Die Wahl des Kirchenvorstands ist am 21. Oktober.
24 Taufen in der Kirchengemeinde stehen drei Hochzeiten und 27 Todesfälle gegenüber. Die Zahl der Ein- und Austritte hielt sich mit vier Personen die Waage.
Während Harald Wenig ausführliche Aufklärung über das Brunchen und den damit verbundenen Wirkungen in humorvoller Art betrieb, erzählte Eyke Fiedler die Geschichte "Löcher in den neuen Jeans". Mit dem Märchen über den "Auszug aller Ausländer" regte Elke Schmidt zum Nachdenken an.
Über die Zunft der Pfarrer informierte Wolfgang Oertel: "Er weiß alles, er kennt alles, zwölf Minuten predigt der perfekte Pfarrer", verdeutlichte der Geistliche. Mit dem gemeinsamen Vater unser wurden zwei vergnügliche, aber auch zum Nachdenken anregende Stunden beendet. Zur Ausgestaltung trug der Posaunenchor unter der Leitung von Thorsten Geyer bei.
Werner Oetter