Die Niederlage des FSV Krum gegen den dominierenden FC Geesdorf war zu erwarten. Dampfach und Knetzgau brauchen dringend Punkte gegen den Abstieg, holen aber jeweils nur einen Zähler.

FSV Krum - FC Geesdorf 0:2
Geesdorf war zwar nicht unbedingt die bessere, aber die clevere Mannschaft und nahm verdient die drei Punkte aus Krum mit. "Die waren auch in der Chancenauswertung besser als wir", gibt FSV-Abteilungsleiter Marco Schorr zu, "und immerhin war bei uns auch nicht irgendeine Mannschaft zu Gast, sondern der designierte Meister."
Das Spiel in Krum begann recht flott, allerdings mit vielen Fehlpässen im Spielaufbau auf beiden Seiten. Krum war in den ersten 15 Minuten optisch überlegen, ohne sich einen Vorteil daraus verschaffen zu können. Echte Torgelegenheiten blieben über 90 Minuten eher Mangelware, und doch machte Geesdorf aus seinen wenigen Gelegenheiten auch die Tore. Das erste unmittelbar vor der Pause: Nach einer Vorlage von Mohamed Remeithi vollendete Stefan Weiglein zur 1:0-Führung für Geesdorf. Nach dem Seitenwechsel zeigte sich das gleiche Bild: Krum schien etwas besser zu sein, brachte aber den finalen Pass nicht an. Dann fiel die Entscheidung zugunsten der Geesdorfer: Max Witchen trennte sieben Minuten vor Schluss im FSV-Strafraum Remeithi regelwidrig vom Ball, den fälligen Strafstoß verwandelte der Gefoulte selbst. In der Tabelle rutscht Krum durch diese Niederlage um einen Platz nach unten, mit reichlich Vorsprung auf die Abstiegszone.
FSV Krum: Klemm - Fösel, Bujtor, Degen, Ma. Witchen, Glöckner (78. Vogel), Durst (64. Bogensperger), Schmitt, Räth (75. Mi. Witchen), Stößlein, Rippstein / SR: Thoma (Ober-/Mittelstreu) / Zuschauer: 145 / Tore: 0:1 Weiglein (43.), 0:2 Remaithi (83., Foulelfmeter)

TSV Forst - DJK Dampfach 1:1
Es sei ein zähes Spiel gegen Dampfach gewesen, berichtet TSV-Forst-Spielertrainer Florian Hetzel. "Nach der Kälteperiode jetzt das erste Spiel bei dieser Hitze, das geht an die Substanz, egal wie fit man ist", sagt Hetzel. Entsprechend vorsichtig gingen die Akteure ans Werk, auch darauf bedacht, nicht frühzeitig in Rückstand zu geraten.
Nach einem Freistoß für Dampfach sah die Forster Abwehr nicht sonderlich gut aus, und Stefan Greb durfte die Kugel zum 1:0 in den Forster Maschen versenken. Da waren gerade mal zehn Minuten gespielt, und die Forster Abwehr hatte "schlecht verteidigt". Zuvor hatten die Forster zwei gute Tormöglichkeiten, scheiterten jedoch am gut aufgelegten Malte Schulze-Happe im Dampfacher Gehäuse. Auf der Gegenseite waren die Dampfacher immer gefährlich bei ihren Kontern, die sie jedoch nicht sauber zu Ende spielten.
Nach dem Seitenwechsel pfiff der Unparteiische in der 64. Minute einen Strafstoß, verschuldet am Forster Mittelfeldakteur Michael Wolker. Routinier Eray Cadiroglu ließ sich diese Chance nicht nehmen und verwandelte zum letztlich verdienten Ausgleich. Das Remis hat keinerlei Auswirkung auf die Tabellenlage beider Teams: Forst bleibt auf Platz neun, Dampfach auf dem Relegationsplatz. Forst ist am Mittwoch spielfrei, die Dampfacher müssen ihre Nachholpartie beim FC Strahlungen bestreiten.
DJK Dampfach: Schulze-Happe - Sahlender, Geßendorfer, Tudor, Schleicher, Riedelmeier, A. Jilke, Winter, Greb, Wagner (87. Arnold), Hau / SR: Czepluch (Hallstadt) / Zuschauer: 150 / Tore: 0:1 Greb (10.), 1:1 Cadiroglu (64., Foulelfmeter).
TSV Knetzgau -
FC Bad Kissingen 0:0

Für diese Nullnummer kann sich weder der TSV Knetzgau noch der FC Bad Kissingen irgend etwas kaufen, denn ein mageres Pünktchen im Abstiegsduell bringt beiden nichts. So verlief auch das gesamte Spiel, das in der Kategorie "typisches Abstiegsduell" zu verorten ist: viele Fehlpässe im Spielaufbau, aus denen der Gegner keinen Profit schlug - und zwar über die kompletten 90 Minuten. Verloren gegangene Bälle kehrten postwendend wieder zum Absender zurück, der ihn ein paar Pässe später wieder ablieferte.
Einmal stockte TSV-Spielleiter Alexander Hamburger dann doch der Atem: Der Bad Kissinger Andrej Puscas hatte mit dem Ball am Fuß freie Bahn in Richtung Matthias Oppermann im TSV-Tor. Normalerweise ist das gleichzusetzen mit einem Torerfolg. "Zum Glück hat sich Oppermann weit gestreckt und den Ball zur Ecke abgelenkt", sagt Hamburger. Womit auch die größte Chance des Spiels auch schon benannt wäre. Das Positive am Spiel der Knetzgauer: "Wir haben uns im Gegensatz zum 0:5 in Dampfach um eine Klasse gesteigert." Wobei das an sich keine Schwierigkeit war, hatten sich die Knetzgauer dort doch präsentiert wie ein Absteiger. Und ja, es gäbe schon noch weitere Steigerungsmöglichkeiten beim TSV, fügte Hamburger hinzu. Was am Samstagnachmittag auch deutlich zu sehen war, "beide Mannschaften wollten ja den Sieg, aber irgendwie hat es nicht geklappt. Und immerhin haben wir ja auch nicht verloren." Jetzt stehen drei Endspiele in Folge für den TSV an: erst gegen den TSV Rannungen, dann den FC Geesdorf und dann die SG Sömmersdorf/Obbach. Nach wie vor dümpelt der Aufsteiger auf dem vorletzten Tabellenplatz vor sich hin. In der Mittwochs-Partie (18 Uhr) steht das Spiel beim TSV Rannungen auf dem Programm.
TSV Knetzgau: Oppermann - Heide, Mühlfelder, Schwinn, Warmuth, Barth, Zangl (86. Lindner), Wirth (68. Gocker), Schenk, Frison, Greul / SR: Taub (Abtswind) / Zuschauer: 70