Seit 2017 kann die Kremnitzkapelle auf ein 150-jähriges Bestehen zurückblicken. Aufgrund des schlechten Wetters fiel seinerzeit die Wallfahrt aus. Der Festgottesdienst wurde jetzt am 2. Pfingstfeiertag nachgeholt.
An die 500 Katholiken nahmen an der Wallfahrt aus den Pfarrgemeinden Teuschnitz und Tschirn, aus den Kuratien Marienroth, Wickendorf und den umliegenden Ortschaften teil. Dekan Detlef Pötzl freute sich über die starke Beteiligung und dankte der Freiwilligen Feuerwehr Teuschnitz, dem BRK und der Musikkapelle "Edelweiß" aus Tschirn, die den Gottesdienst musikalisch umrahmte und auch im Anschluss im schönen Kremnitzgrund zur Unterhaltung aufspielte.
Dekan Detlef Pötzl, der den Festgottesdienst zelebrierte, ging auf die Geschichte der Kapelle ein. Sie befand sich im Laufe der Zeit in einem desolaten Zustand. Der Abbruch stand bevor. Im Jahr 1983 gründete man den Kapellenförderverein mit Hans Neubauer an der Spitze. Der Kostenvoranschlag mit 100 000 DM wurde beglichen durch Zuschüsse, Spenden, Sachspenden und einer großen Eigenleistung der freiwilligen Helfer. Auch die künstlerische Leistung des Teuschnitzer Hobbymalers, Alfred Rebban, der den Innenraum mit Gemälden im Wert von 30 000 DM verschönerte, verdient höchste Anerkennung. Für das Kremnitztal ist sie heute ein Schmuckstück.
Pötzl bezeichnete sie als eine "kleine Perle des Frankenwaldes". Über die Jahrzehnte sei sie der Ort, um zu beten und um neue Kraft zu schöpfen. Er selbst als ehemaliger Diözesanjugendpfarrer war mit Jugendlichen am Knock in der Kapelle. Er übermittelte auch die besten Grüße von der Familie Böttcher, den Eigentümern dieses Hauses und dem Mieter des Hauses im Tal.
In seiner Predigt sagte der Dekan: "Kirche ist doch jeder Einzelne von uns. Wir sind alle, die zu Gott gehören. Und wir glauben, beten, hoffen, dass Jesus Christus mitten unter uns ist. In unseren Gemeinden soll dieser Geist Gottes lebendig sein." Im Anschluss fand im schönen Kremnitztal ein gemütliches Beisammensein statt.