Eine kleine Bereitschaft, die Großes leistet, ist die BRK-Bereitschaft Bad Rodach. Denn im vergangenen Jahr wurde 1888 Dienststunden von den Bereitschaftsmitgliedern geleistet. Bei der Jahreshauptversammlung im Restaurant "Delphi" wurde diese Leistung von allen Seiten besonders gewürdigt.
Der Bereitschaftsleiter Johann Luczkow ging in seinem Bericht auf die elf Bereitschaftsabende, wo die Ausbildung im Mittelpunkt stand, ein. Man sei dringend auf der Suche nach einem Bereitschaftsarzt, der diese Ausbildung unterstützen kann. Das Bad Rodacher Marktfest nutzten die Bereitschaftsmitglieder um ihr neues Bereitschaftsfahrzeug samt Anhänger, das man vom Katastrophenschutz erhalten hat, einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.
An 50 Vorstellungen war man auf der Waldbühne vertreten, dabei wurde man von den BRK-Bereitschaften Froschgrund und Itzgrund unterstützt. Weiterhin verrichteten die Bad Rodacher Sanitäter Dienst bei der Dorf-Party des Bayerischen Rundfunks in Teuschnitz. Bei den fünf durchgeführten Blutspendeterminen konnten 41 Erstspender gewonnen werden. Insgesamt wurden von den 82 Helfern, die dabei im Einsatz waren, 524 Blutspender, betreut. Auch bei zahlreichen Veranstaltungen in und um Bad Rodach wurde der wichtige Sanitätsdienst geleistet.
Johann Luczkow fasste das Jahr noch einmal in Zahlen zusammen. So wurden 582 Stunden an Sanitäts- und Wachdiensten geleistet und für das Blutspenden 580 Stunden uneigennützig aufgewendet. An sonstigen Diensten wie Depot-Arbeiten, Fahrzeugpflege und Gerätewartung wurden 580 Dienststunden registriert. Für die Aus- und Fortbildung wurden von Bad Rodachern 234 Stunden geopfert.
In diesem Jahr ist man dringend auf der Suche nach einem geeigneten Abstellplatz für den K-Schutzanhänger, der zur Zeit privat in Bad Rodach untergebracht ist. Dieser Platz stehe aber nicht mehr sehr lange zur Verfügung. Sollte ein geeigneter Platz gefunden werden, wollen die BRK-Mitglieder dies mit entsprechender "Man-Power" und mit einem kleinen finanziellen Beitrag im Rahme ihrer Möglichkeiten unterstützen, sicherte der Bereitschaftsleiter zu.
Der Zweite Bürgermeister Ernst Wilhelm Geiling will sich dieser Sache annehmen und zusammen mit der Stadtverwaltung nach einem geeigneten Unterstellplatz suchen. In seinem Grußwort ging er auf das Ehrenamt ein, das das Rote Kreuz zu einem Sozialverband mache, der in unserer Gesellschaft einen hohen Stellenwert habe. "Die Sanitäter des Roten Kreuzes tun das, was sich andere oft nicht trauen", stellte das stellvertretende Stadtoberhaupt fest. Man könne die Dienste der Jubilare nicht aufwiegen, sondern nur mit Ehrennadeln und Urkunden, "die ein Zeugnis für den Dienst an der Menschlichkeit darstellen", würdigen. Auch der Kreisbereitschaftsleiter Marcell Thein hatte nur lobende Worte für die sehr engagierte BRK-Bereitschaft Bad Rodach übrig. Er ging auf die Lage im Ehrenamt ein. "Wir müssen uns aber auch in der Zukunft diesem Kampf stellen". In Bad Rodach lernen die jungen Sanitäter von den älteren erfahrenen Kameraden. Er rief zu mehr Öffentlichkeitsarbeit auf, nach dem Motto "Tue Gutes und rede darüber".
Der Kreisbereitschaftsleiter konnte zusammen mit dem Zweiten Bürgermeister Ernst Wilhelm Geiling und dem Bereitschaftsleiter Johann Luczkow zahlreiche Ehrungen von verdienten Kameraden vornehmen. Für fünf Jahre aktives Wirken in der BRK-Bereitschaft wurde Cindy Sauer ausgezeichnet. Für zehn Jahre: Katharina Fletzberger, Maximilian Leicht, Niclas Leicht, Maximilian Löhnert, Alexandra Tremel. Für 40 Jahren wurde mit Urkunde und Ehrennadel geehrt: Ursula Kraus, Johann Luczkow. Für 45 Jahre Aktivität: Werner Renner.
Mit der Ehrenurkunde und der Ehrennadel des BRK wurde für 25 Jahren geehrt: Emine Stingel. Die Urkunde des BRK für 40 Jahre, neben der Ehrennadel, erhielt Hilde Reichwald.
Die Ehrenurkunde des DRK (Deutsches Rotes Kreuz), zusammen mit der Ehrennadel, erhielten für 50 Jahre aktiven Dienst: Gerda Appel, Herbert Herold, Gerhard Kupfer, Annelie Machold, Rosa Wallor.

Michael Stelzner