Ich bin kein Heavy-Metal-Fan. Ilona Huber und Mark Eck merken das schnell, denn die Bands, von denen sie mir vorschwärmen, sagen mir so gar nichts. Doch sie verurteilen mich nicht, und auch ich gehe ganz offen in das Gespräch. Natürlich mache ich mir vorab meine Gedanken: Was erwartet mich wohl beim Termin? Totenköpfe, dunkle Klamotten, vielleicht auch dunkler Humor. Nach dem Termin weiß ich es sicher. Ja, es gab Totenköpfe. Ja, die beiden trugen schwarz. Was aber viel wichtiger ist: Ich traf zwei sehr tolerante Menschen, die nur den Wunsch haben, einen Treffpunkt für ihre Szene zu schaffen. Ist daran etwas verwerflich? Nein! Verwerflich hingegen ist die Einstellung so mancher Burgkunstadter und Kritiker, die die beiden nur aufgrund ihres äußeren Erscheinungsbildes verurteilen. Vielfältigkeit ist etwas Positives. Denn nur sie macht uns zu einem Landkreis, in dem Jugendliche keine Angst haben müssen, das auszuleben, wofür sie stehen und was sie mögen.