Nach derzeitigem Kenntnisstand seien die nötigen Verbesserungsmaßnahmen an der Kläranlage Junkersdorf abgeschlossen, sagten bei der Sitzung des Abwasserzweckverbandes (AZV) Mittlerer Weisachgrund am Mittwoch im Rathaus in Maroldsweisach Vorsitzender Wolfram Thein und Kämmerer Arno Welz, der auch den Haushalt für das Jahr 2018 erläuterte.
Die wesentlichen Einnahmen des AZV für 2018 ergeben sich laut Welz im Verwaltungshaushalt aus der Benutzungsgebühr von 68 000 Euro und im Vermögenshaushalt aus den Anschlussbeiträgen von 2000 Euro. Die Zuführung vom Verwaltungshaushalt zum Vermögenshaushalt bezifferte Welz stirnrunzelnd mit 75 Euro: Das könne, wenn sich nichts ändert, zu einer Gebührenerhöhung führen.
Für die Kläranlage Junkersdorf lägen seit längerem schon Rechnungen in Höhe von 42 650 Euro vor, sagte der Kämmerer. "Das Geld ist da, aber wir werden die Rechnungen erst begleichen, wenn die notwendigen Bankbürgschaften vorliegen."
"Ganz rund" läuft die Anlage offenbar immer noch nicht, wie Verbandsvorsitzender Thein, Kämmerer Welz und Klärwärter Kurt Schleicher einräumten. "Das hoffen wir noch in den Griff zu bekommen", zeigte sich Schleicher aber zuversichtlich.
Erfreut nahmen die Verbandsmitglieder zur Kenntnis, dass das 2016 aufgenommene Darlehen von 130 000 Euro komplett getilgt ist. "Für die letzte Verbesserungsmaßnahme ist die Summe von 63 000 Euro als letzte Rate der Beitragsrestzahlung veranschlagt", so Welz.
Verbandsmitglied Nikolaus Schober regte an, dem Architekten die Kosten, die dieser für Untersuchungen verursachte, von seiner Rechnung abzuziehen. "Er wusste nicht mehr weiter und hat sich Hilfe geholt. Das ist seine Sache und von ihm finanziell zu tragen", sagte Schober. Vorsitzender Wolfram Thein sagte eine Nachprüfung zu.
Dann wurde der Haushalt des AZV mit einem Gesamtvolumen von 195 525 Euro verabschiedet. 68 750 Euro macht der Verwaltungs- und 126 775 Euro der Vermögenshaushalt aus.
Die Probleme mit der Kläranlage hätten sich "eingependelt", sagte Wolfram Thein. Es sei daran gedacht, einen "Tag der offenen Tür" zu veranstalten, wenn alles fertig ist.
Man sollte darüber nachdenken, ob man an der Kläranlage zur Stromerzeugung eine Photovoltaikanlage installieren sollte, schlug Nikolaus Schober vor. Dazu sagte Thein, dass man erst abwarten sollte, welcher Stromverbrauch mit der ertüchtigten Kläranlage erforderlich ist. "Es wird an der Kläranlage 24 Stunden rund um die Uhr gepumpt", erklärte Kurt Schleicher. 750 Kubikmeter Wasser würden in 24 Stunden zurzeit durch die Anlage gepumpt. An ein Abschalten sei nicht zu denken, da die Anlage sonst nicht funktionieren würde.