Zum Artikel "Hallenbad vor ungewisser Zukunft" vom 14. März erreichte die Redaktion folgende Zuschrift:

Am vergangenen Dienstag fand in Iphofen die jährliche Bürgerversammlung  statt. Dankenswerterweise gab der Bürgermeister eingangs seines Vortrags den Bürgerinnen und Bürgern Gelegenheit, vorab Fragen zu stellen.

Ein Iphöfer Bürger meldete sich und stellte Fragen und Kritiken in den Raum, die sicherlich vielen Bürgern seltsam, unsachlich, lästig und zeitraubend erschienen. Man kann dieses Geschehen aber auch aus einem anderen Blickwinkel beurteilen.

Ist es nicht gerade ein guter Beweis für unsere gut funktionierende Demokratie? Demokratie kann, sollte und muss sogar manchmal lästig sein. Der Redner brauchte nicht zu befürchten, dass er von Ordnungskräften aus dem Saal entfernt wird. Er braucht nicht zu befürchten, dass er in den folgenden Tagen einen Besuch von der Polizei erhält. Wenn auch der Inhalt wenig Sinn ergab, ein Fingerzeig auf funktionierende Demokratie bezüglich seiner Redefreiheit war es allemal. Auch das sollten wir schätzen. Frei nach den Worten von Wilhelm Busch: "Musik wird störend oft empfunden, weil mit Geräusch sie meist verbunden".

Georg Güntner
97346 Iphofen