Das Bamberger Bündnis "Aus der Gereuth für die Gereuth" holt sich den 1. Platz beim Deutschen Kita-Preis 2020. Das Bündnis, das vom Kindergarten St. Gisela gemeinsam mit Iso e.V. aus der Baskidhall realisiert wird, hat sich unter den zehn Finalisten in der Kategorie "Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres" durchgesetzt. Die Initiative kann sich nicht nur über die bundesweite Anerkennung freuen, sondern auch über ein Preisgeld von 25 000 Euro.

"Ich gratuliere ganz herzlich zu diesem Riesen-Erfolg", so Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) in einer ersten Stellungnahme aus dem Rathaus. "Alleine zu den bundesweit zehn Finalisten beim Deutschen Kita-Preis zu zählen, war eine wunderbare Wertschätzung für das großartige Konzept. Dass es jetzt sogar der erste Preis wurde, ist umso schöner" so der OB. Besonderer Dank gelte vor allem der Leiterin der Einrichtung Nadja Heinbuch und Stadtteilmanagerin Janna Wolf von Iso e.V.

Kerngedanke von "Aus der Gereuth für die Gereuth": Ideen der Kinder, der Jugendlichen und der beteiligten Erwachsenen aus dem Stadtteil werden aufgegriffen und nach Möglichkeit gemeinsam umgesetzt. So sind beispielsweise das Kinderturnen in der großen Halle und ein Kochworkshop für Kinder und Eltern entstanden. Vorrangiges Ziel ist die Förderung von Selbstwirksamkeit, Gesundheit und nachbarschaftlichem Engagement.

Partner des Bündnisses sind der Kindergarten St. Gisela und Iso e.V. Weitere Kooperationspartner sind der Allgemeine Soziale Dienst des Jugendamts, Nachbarn und Ehrenamtliche, Sozialarbeiter an der Schule, KoKi, Schwangerenberatung, Stadtbau, die angrenzende Grundschule, die Bamberger Tafel sowie der Familienbeirat der Stadt Bamberg. Die Jury des Deutschen Kita-Preises hat besonders beeindruckt, wie groß die Kindorientierung und Partizipation dabei in der Gereuth geschrieben werden: Kinder werden nicht als hilfs- und unterstützungsbedürftig adressiert, sondern als Akteure, die mitreden, mitbestimmen und ganz konkret mitwirken können. Angebote werden hier nicht für sie, sondern mit ihnen gemeinsam gestaltet und sie werden so als Zielgruppe konsequent in die Arbeit des Bündnisses mit einbezogen und in ihrer Selbstwirksamkeit gestärkt.

"Die Ressourcen der Zielgruppe werden gesehen und gefördert", heißt es in der Jurybegründung weiter. "Die Kraft und die Bedeutung zivilgesellschaftlichen Handelns im Alltag werden deutlich. So gelingt es mit großem Engagement, Stück für Stück das Image der Gereuth in Bamberg zu verbessern." red