Die St.-Laurentius-Kirche ist fraglos ein ortsbildprägendes Gebäude im Herzen Thurnaus. Die Erschaffer des prächtigen Gotteshauses direkt gegenüber des altehrwürdigen Schlosses, allen voran Pfarrer Georg Christoph Brendel, haben vor über 300 Jahren ein Meisterwerk für die Ewigkeit geschaffen.

Am Kirchweihsonntag, 31. Juli, um 19.30 Uhr wird in St. Laurentius ein Theaterstück mit genau diesem Titel gezeigt: "Meisterwerk für die Ewigkeit". Was ist der Hintergrund?

Teure Sanierung steht an

Wie bei vielen älteren Gebäuden nagt natürlich auch an der St.-Laurentius-Kirche der Zahn der Zeit. Schon in der Vergangenheit mussten immer wieder Teile des Gebäudes saniert, die Dachflächen neu gedeckt, die Wände gestrichen werden. Jetzt steht eine weitere umfassende Sanierung an.

Nötig sind die Ertüchtigung der Statik in Dachstuhl und Gebälk, die statische Sicherung des Chorbogens, der Erhalt der Stuckdecke, Pflegemaßnahmen an den Gemälden, die Reinigung der Orgel, die Erneuerung der großen Glocke, die Neueindeckung des Langhausdaches, das Anbringen neuer Dachrinnen und Fallrohre sowie die Stabilisierung der Wände. Ein ambitioniertes und zugleich teures Unterfangen.

Ein Arbeitskreis in der Kirchengemeinde überlegt seit vielen Monaten, wie man Geld für den Eigenanteil zusammenbekommen könnte.

Ein Ergebnis war der tolle Flyer, in dem Gemeindeglieder die Notwendigkeit des Großprojekts erläutern und in dem zu Spenden aufgerufen wird. Zudem hatte Dietmar Hofmann die Idee, ein Theaterstück für den guten Zweck zu inszenieren. Das Mitglied der Berndorfer Kirchenmäuse hat sich hingesetzt und ein spannendes und zugleich humorvolles Stück über die Geschichte der St.-Laurentius-Kirche verfasst. Dieses wird am 31. Juli uraufgeführt.

Der Eintritt ist frei, dafür hoffen die Beteiligten, dass am Ende der Aufführung reichlich Spenden in die Baukasse fließen werden. Die Handlung rankt sich um eine Kirchenführung von Erika Schuler und Rosi Ebert. Zu Wort kommen natürlich Pfarrer Brendel (Martin Geiger), aber auch die Herren von Giech (Harald Kretter) und Künßberg (Alexander Herold), ein Professor aus Wittenberg (Björn Müller) sowie die kleine Kirchenmaus Lorenz (Dietmar Hofmann), die nicht nur den gleichen Namen trägt wie das Gotteshaus, sondern von seinen Vorfahren so einige Internas mitbekommen hat, die sie gerne ausplaudert. Und dann sind noch einige Überraschungsdarsteller dabei. Für den musikalischen Rahmen sorgt Gerd Leupold.

Die Kirchengemeinde lädt herzlich zu dieser in jeder Hinsicht besonderen Aufführung ein. Einlass ist ab 18.30 Uhr. dh