Der Film "Die unbequeme Wahrheit" von Al Gore zeigt, "was wir gegen die drohende Klimakatastrophe tun können". Dieser Film wird am Sonntag, 13. Mai, um 10.30 Uhr im Kino Kulmbach als zehnte Vorführung in der Reihe "Kino umsonst" gezeigt und von Jürgen Öhrlein finanziert, heißt es in einer Pressemitteilung. Der Friedensnobelpreisträger und ehemalige Vizepräsident der USA, Al Gore, macht im zweiten Teil seines Films "Die unbequeme Wahrheit" erkennbar: Es ist nicht zu spät, die Folgen des Klimawandels abzuwenden.
Da auch in Kulmbach Überschwemmungen Schäden hinterlassen haben, verknüpft Öhrlein diesen Film mit einer Spendenaktion: Finanzielle Beiträge der Kinobesucher werden für eine Klage gegen die Kulmbacher Abwassersatzung und zur Durchsetzung der "gesplitteten Abwassergebühr" in Kulmbach verwendet.
Die Stadtwerke Kulmbach argumentieren, die Einführung der gesplitteten Abwassergebühr sei viel zu teuer. Das ist nach Meinung Öhrleins falsch: "Diese Kosten werden durch die Hochwasserschäden weit überholt und die heutigen technischen Möglichkeiten lassen eine schnelle, fast kostenneutrale Umsetzung zu". Wenn die Kosten für die Abführung von Regenwasser künftig genau berechnet würden, werde "auch Kulmbach erleben, dass Industrie und Supermärkte die Versickerung des Regenwassers ermöglichen".
Öhrlein sieht einen Zusammenhang zwischen der bevorstehenden Klage gegen die Kulmbacher Abwassersatzung mit dem vor über zehn Jahren geplanten Cross-Border-Deal zum "Verkauf" der Kulmbacher Kläranlage, den einen Bürgerentscheid stoppte: Nun will ein Kulmbacher mit seinem Einspruch die Stadt zwingen, die gesplittete Abwassergebühr einzuführen und sich damit höchstrichterlicher Rechtsprechung zu beugen. red