Im Rahmen des Ferienprogramms der Gemeinde Obertrubach wurden zwölf Grundschüler aus der Gemeinde sowie die Feriengäste Lena und Lilly aus Konstanz in Herzogwind für dreieinhalb Stunden zu richtigen Imkern. Zunächst wurde den sechs- bis zehnjährigen Kindern gezeigt, wie ein Bienenstock aufgebaut ist und welche Aufgaben die Bienen wahrnehmen. Dann ging es an den Bienenstand.

Viel Mut

Mit viel Faszination und auch einer gehörigen Portion Mut waren die Kinder dabei, als die beiden Imker Elke Stein und Thomas Laitsch den ersten Bienenstock öffneten und sie sehen konnten, wie ruhig die Bienen blieben, obwohl sie mitsamt der Wabe entnommen wurden. Die Jungen und Mädchen schleckten den frischen Honig direkt von der bienenbesetzten Wabe und waren sich einig "Das ist der beste Honig, den wir je gegessen haben".

Leichte Biene

Spannend fanden die Kinder auch, wie leicht eine Biene ist: eine sehr müde männliche Biene (Drohne) ließ sich in die Hand nehmen und "wiegen". Dann ging es an die Suche nach der Königin. Im Gewusel der vielen 10 000 Bienen im Stock ist das nicht einfach, aber Jakob Habermann entpuppte sich als Adlerauge: Er fand die größte Biene im Stock, die täglich mehr als 1000 Eier legt, um für den Fortbestand des Bienenvolkes zu sorgen. Immerhin lebt eine Sommerbiene nur gut 40 Tage - eine Königin dagegen mehrere Jahre. Nach einer Stärkung mit gutem fränkischen Honig-Brot durften die Kinder noch frischen Honig abfüllen und ein Glas Linden-/Sommertracht-Honig mit nach Hause nehmen. Nicht wenige der Schüler wollen jetzt Imker werden. Selbst wenn das am Ende doch anders kommen sollte - zumindest haben sie gelernt, wie wichtig und ungefährlich die Bienen für uns Menschen sind und wie schlecht es uns ginge, wenn es sie nicht mehr gäbe. red