bernhard Panzer

Seit es zur Sommerkirchweih im Weihers-bach wieder einen Kirchweihbaum gibt, seither wird die Kerwa auch regelmäßig um einen Tag verlängert. Zumindest inoffiziell ist es das so. Denn die Kerwasburschen treffen sich mit Freunden und Musik auf dem Heller-Keller, um Bilanz zu ziehen und sich zum Abschluss eine deftige Brotzeit zu gönnen.
Eingeführt hat diese Tradition einst der "Türkencapo" Rolf Wahl. Auch nach seinem Tod haben die Kirchweih-Oldies den Brauch fortgeführt. Und auch diesmal, am Montag nach der Kerwa, wurde der Baum versteigert, bevor man sich abschließend ans "Fasseingraben" machte. Den Baum ersteigerte Oberkerwasbursch Stefan Krämer für 70 Euro.
Für zünftige Musik sorgten die doppelten Grasser: Konrad Grasser an der Tuba und Adolf Grasser an der Quetschn. Verwandt sind die beiden nicht, aber verbunden in der Musik. Und Ludwig Spieß, der frühere Aurachspatz, griff zur Mundharmonika und gab eine Soloeinlage.


Tausend Kilometer

Peter Arold hatte die Teilnehmer begrüßt, unter ihnen auch Stadtrat Bernhard Schwab. Der folgte aus zwei Gründen gerne der Einladung: Einmal musizierte er schon beim Einholen und Aufstellen des Kirchweihbaums, und zum anderen ist der CSU-Politiker generell ein Freund fränkischer Tradition.
Besonders begrüßt wurde Monika Rehm aus Ruhla in Thüringen, die gleich zweimal zur Kerwa nach Herzogenaurach fuhr und somit mit insgesamt 1000 Kilometern die längste Anreise hatte.