In der Haushaltssitzung des Stadtrates hatte die CSU-Fraktion vier Anträge gestellt und konnte sich mit keinem einzigen durchsetzen (der FT berichtete). Auch der Wunsch, dass begrünte Dächer bei der Regenwassergebühr begünstigt werden, konnte nicht erfüllt werden.

Das allerdings lag weniger daran, dass der Sinn begrünter Dächer fürs Klima und die Umwelt etwa in Zweifel gezogen worden wären. Allein der Aufwand solcher Begünstigungen wäre zu groß, wie Bürgermeister German Hacker (SPD) sagte. Sein Kämmerer Manfred Hofmann unterstützte ihn dabei: Man müsste neue Bescheide erlassen und alles neu ermitteln. Angesichts der geringen finanziellen Beträge, die da entstehen, wäre das definitiv zu viel Arbeit für die Verwaltung. Man müsste, schon angesichts der deutschen Streitlust vor Gericht, viele Anträge einzeln betrachten. Hacker bezifferte das: Die Ersparnis für eine 80 Quadratmeter große Dachfläche würde gerade mal 14 Euro im Jahr betragen. Außerdem bestünde ja kein Anschlusszwang solcher Dächer an den Kanal, sagte Hacker. bp