Bis gestern um 15 Uhr ist kein weiterer positiver Coronavirus-Fall im Landkreis Kulmbach bestätigt worden. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Covid-19-Infektionen betrug 298. Von diesen Fällen gelten 246 wieder als genesen. Unter Berücksichtigung der elf Verstorbenen liegt die Anzahl der aktuell im Landkreis infizierten Personen demnach bei 41.

Für die vom Gesundheitsamt ermittelten Kontaktpersonen (KP 1) wurde häusliche Quarantäne angeordnet. Alle Personen sind weitgehend symptomfrei. Sie werden von den Mitarbeitern des Gesundheitsamtes regelmäßig telefonisch betreut.

Mit dem heutigen Fall beträgt der aktuelle Sieben-Tage-Inzidenz-Wert pro 100 000 Einwohner für den Landkreis Kulmbach 51,76. Das entspricht einer Zahl von 37 Neuinfektionen innerhalb der letzten sieben Tage.

Dieser hat auch zur Folge, dass Schüler aller Jahrgangsstufen und Schularten im Landkreis auch am Sitzplatz im Klassenzimmer ab sofort eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen müssen.

Der Unterrichtsbetrieb im Schuljahr 2020/2021 richtet sich in Abhängigkeit vom Infektionsgeschehen nach einem Drei-Stufen-Plan. Ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 50 greift Stufe 3 dieses Plans. Diese Stufe sieht an sich vor, dass der Mindestabstand von 1,5 Metern im Klassenzimmer wieder eingeführt wird. Dies bedeutet, dass die Klassen in aller Regel geteilt und die beiden Gruppen im wöchentlichen oder täglichen Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht unterrichtet werden. Darüber hinaus ist das Tragen einer geeigneten Mund-Nasen-Bedeckung auch am Sitzplatz im Klassenzimmer für Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen verpflichtend.

Die endgültige Entscheidung hierüber trifft das zuständige Gesundheitsamt in Abstimmung mit der Schulaufsicht. Eine Analyse des aktuellen Infektionsgeschehens im Landkreis Kulmbach hat gezeigt, dass Schulen zwar von Infektionen betroffen sind, diese Fälle aber in die Schule hineingetragen wurden. Eine Weitergabe des Virus innerhalb der Schule ist bislang nicht erfolgt.

Maskenpflicht im Klassenzimmer

Das Staatliche Gesundheitsamt und der Leiter des Staatlichen Schulamts, Michael Hack, halten es daher für vertretbar, trotz Überschreitens der Sieben-Tage-Inzidenz am Präsenzunterricht festzuhalten. "Wir sahen die Möglichkeit, dass unter der Voraussetzung ,Maske für alle' alle Schülerinnen und Schüler weiterhin täglich in die Schule gehen können und haben daher von Klassenteilungen abgesehen", erklärt Landrat Klaus Peter Söllner. "Dabei hatten wir auch die Betreuungsproblematik der Eltern im Blick."

Die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auch im Unterricht für alle Jahrgangsstufen endet, sobald der Sieben-Tage-Inzidenz-Wert wieder unter 50 liegt. red