Nach dem Wetterglück in den ersten Ligarunden hat sich das Blatt in den beiden letzten Runden gewendet. In Nordbayern waren in Runde 10 wetterbedingt keine Flüge möglich, folglich null Punkte für die U25 des Aero-Clubs Lichtenfels. Für die erste Mannschaft in der Segelflug-Bundesliga holte Wolfram Bartsch mit einem Flug von Aalen einen Trostpunkt. Bedingt dadurch haben die Lichtenfelser Piloten den Kontakt zu den Spitzenvereinen ein wenig verloren, die Verfolger sind herangerückt.
Besser lief es trotz schwieriger Thermikverhältnisse in Runde 11 mit Tagesplatz 9 für die Bundesligamannschaft und Rang 6 für die U25-Junioren. Wolkenaufreihungen und gute Thermikstraßen gab es allerdings nur im Osten Richtung Tschechien. Deshalb hieß es für die Ligapiloten in der ersten Stunde, sich vorsichtig in die guten Fluggebiete weit im Osten vorzuarbeiten. Ab dem Fichtelgebirge musste man sich dann für den vermeintlich besseren Flugweg entscheiden. Jan Kretzschmar und Philipp Lauer wählten eine Linie entlang des Erzgebirges bis in die Gegend von Großrückerswalde, Dominik Biesenecker und Gerd Peter Lauer flogen weiter im Süden über den Böhmerwald nach Tschechien.
Im Nachhinein war die nördliche Linie am Erzgebirge die bessere. Jan Kretzschmar flog auf der LS8 eine Schnittgeschwindigkeit von 122,25 km/h über eine Strecke von 616 km. Auf einer ähnlichen Linie war Philipp Lauer mit der Vereins-LS4b mit 107,99 km/h über 500 km schnell unterwegs.
Auf der südlichen Strecke erreichte Gerd Peter Lauer auf der LS 8neo 101,81 km/h bei 453 km und Dominik Biesenecker auf der Vereins-LS 8 immerhin 83,65 km/h auf 373 km. Patric Rießner erkämpfte auf der Vereins-LS8 mit 65,58 km/h über 193 km wichtige Speedpunkte für die U25-Mannschaft. Alle anderen Bemühungen am Samstag endeten mit Außenlandungen.
In der Bundesliga-Gesamtwertung liegt Lichtenfels auf Platz 4, die U25 auf Rang 3. gpl