Als "spirituelle Variante einer notwendigen Ökologie" bezeichnete Höchstadts Dekan Kilian Kemmer die Feier der Bitt-Tage seines Seelsorgebereiches. Die drei Tage vor dem Feiertag Christi Himmelfahrt werden im Kirchenjahr der katholischen Kirche als Gebetstage um eine gute Ernte, um eine gedeihliche Entwicklung der Natur und um die Erinnerung an die Verantwortung für Schöpfung und Umwelt begangen. Äußerer Ausdruck dieser Gebete sind Bittprozessionen quer durch Felder, Wiesen, Äcker, Wälder und Weihern hindurch.
Die Pfarreien Sterpersdorf und Höchstadt gestalteten zwei Bittgänge miteinander. Pastoralreferent Christian Lauger, Pfarrgemeinderatsvorsitzender Michael Zenkel und Prozessionsleiter Rudi Schwander machten sich mit den vielen Teilnehmern am ersten der drei Tage von Sterpersdorf aus auf den Weg zur St.-Martins-Kirche in Ailersbach. Dort trafen sie auf die Höchstadter Gläubigen, die gemeinsam mit Dekan Kilian Kemmer und Kaplan Binu Puthenkunnel von Großneuses aus dorthin pilgerten. Am dritten Gebetstag trafen sich beide Gemeinden in Sterpersdorf, um gemeinsam betend zur Antoniuskapelle zu ziehen.
Während die Höchstadter am zweiten Bitt-Tag traditionell nach Nackendorf pilgerten, machte sich die Gremsdorfer Pfarrgemeinde zeitgleich mit Gemeindereferent Michael Knopf auf den Weg zur Nainsdorfer Kapelle. Die Bittprozessionen, die die Natur an den drei Tagen bei schönstem Wetter erleben konnten, wurden jeweils von der Gremsdorfer Blasmusik und der Stadtkapelle Höchstadt begleitet. red