Seit langem ist es einer Jugendfeuerwehr im Landkreis Kronach wieder gelungen, den Leistungsmarsch und die Jugendolympiade zu gewinnen. Sie waren die Überflieger des Tages und konnten durchwegs annähernd fehlerfrei arbeiten. Beim Leistungsmarsch mussten sich die Jugendgruppen Burggrub, Haßlach b. Kronach und Wickendorf nur knapp geschlagen geben.
Das Zeltlager begann traditionell am Freitag mit dem Beziehen der Zelte. Bei Musik, Spielen und vor allem einem Lagerfeuer konnten sich die Jugendlichen und Betreuer in gemütlicher Runde auf den bevorstehenden 32. Kreisjugendfeuerwehrtag vorbereiten. Für den einen oder anderen war die Nacht dann etwas zu kurz, aber am Morgen des Samstages hieß es für alle fit sein und an den Start gehen.


Knoten und Stiche

Start und Ziel war das Sportgelände des TSV Küps, wo auch der Zeltlagerplatz eingerichtet war. An der ersten Station mussten die Jugendlichen unter den kritischen Augen von Kreisbrandrat Ranzenberger Ausrüstungsgegenstände richtig den Oberbegriffen zuordnen, bevor es an der nächsten Station praktisch wurde. Es galt hier für die Jugendlichen schnell aber fehlerfrei einen Brustbund an sich bzw. an einem Gruppenmitglied anzulegen. Danach mussten am Knotengestell weitere Knoten und Stiche angelegt werden. Beim Zielwurf mit der Feuerwehrleine durch ein Hindernis zeigte sich schnell, wer das richtige Augenmaß und Geschick hatte. Eine neue Übung, und zwar das Überziehen eines Strahlrohres über einen Graben, war für manchen nicht so problemlos und Fehlerpunkte auf der Laufkarte waren die Folge. Im Anschluss mussten die Teilnehmer des Marsches noch eine Saugleitung kuppeln, einen Mastwurf am Saugkorb anlegen und einen doppelt gerollten C-Schlauch zielgenau ausrollen. Die Station Testfragen unter der Leitung von KBI Hans-Ulrich Müller bildete in diesem Jahr den Abschluss des Wettbewerbes.
Neben dem Kreisleistungsmarsch wurden die Jugendlichen bei der gleichzeitig veranstalteten Jugendfeuerwehrolympiade gefordert. Hier stand neben dem technischen Können der Spaß im Vordergrund. So mussten die Floriansjünger unter anderem beim Feuerwehrstiefel-Weitwurf, dem Gerätekuppeln oder dem Flechten von drei C-Schläuchen antreten. Ein Gerätetransport mit der Steckleiter und das Zielspritzen an einer Spritzwand rundeten den Wettbewerb ab. Gegen 17 Uhr stand es fest, welche Jugendfeuerwehren den Landkreis Kronach auf Bezirksebene beim Leistungsmarsch der Jugendfeuerwehren Oberfrankens in Lanzendorf, Landkreis Kulmbach, vertreten werden. Kreisjugendwart Raupach gab zunächst die Ergebnisse außerhalb der Pokalränge bekannt und trieb die Spannung mehr und mehr auf die Spitze. Still war es, als nur noch sieben Gruppen nicht aufgerufen waren. Nur vier konnten sich für den Bezirk qualifizieren.


Chance auf Bezirksebene

Den diesjährigen Sieg erkämpfte sich die Jugendgruppe Kaltenbrunn. Sie verwies die Jugendgruppen Burggrub, Haßlach b. Kronach und Wickendorf auf die weiteren Plätze. Die vier Gruppen haben jetzt die Chance, sich mit den in anderen Landkreisen qualifizierten Mannschaften Oberfrankens zu messen. Die weiteren Pokalränge wurden von den Jugendfeuerwehren Stockheim I, Nurn, der Gemeinschaftsgruppe Steinbach a. Wald/Windheim und Steinberg belegt.
Bei der Jugendolympiade konnte die Jugendfeuerwehr Kaltenbrunn ebenfalls den ersten Platz erreichen und die Jugendgruppen Stockheim I, Fischbach, Welitsch, Wickendorf, Pressig, die Gemeinschaftsgruppe Weißenbrunn/ Gehülz und Küps auf die weiteren Plätze verweisen.
Eine Kirchenparade zum Gottesdienst sowie das gemeinsame Mittagessen bildeten den Abschluss des 32. Kreisjugendfeuerwehrtages mit Leistungsmarsch und Zeltlager in Küps. Kreisbrandmeister Dirk Raupach dankte der ausrichtenden Wehr für die ausgezeichnete Organisation des gesamten Wochenendes in Küps. red