Am 23. April 1993 wurde von 25 Bürger der Gemeinde Lauter der Haßbergverein Lauter gegründet. Ziel war es, sich für die Erkundung und Pflege der Natur zu engagieren und insbesondere auch die Liebe zur Heimat zu wecken und zu beleben. Noch im Gründungsjahr traten weitere 38 Personen aus Lauter, Deusdorf, Appendorf und Leppelsdorf dem Verein bei. Damit zählte der Haßbergverein Lauter bereits im Gründungsjahr 63 Mitglieder. Initiator dieser Vereinsgründung war der damalige Bürgermeister Manfred Beierlieb, der dann auch über viele Jahre das Amt des Vorsitzenden inne hatte.
Die Gründung vor 25 Jahren nahm der Verein zum Anlass, im Anschluss an seine Jahreshauptversammlung in einem kleinen Festakt sein Jubiläum zu feiern. Die Entwicklung der Mitgliederzahlen in den letzten Jahren zeige, dass Dinge wie Wandern, die heimische Natur und das Kulturgut mit neuen Ideen und Aktionen zu erkunden und zu entdecken, wieder gefragt sind, sagte der Vorsitzende Josef Weigmann in seiner Festansprache.
Heute sei der Verein ein fester Bestandteil des aktiven Vereinslebens in der Gemeinde Lauter mit seinen Ortsteilen. Weigmann hat eine 80-seitige Chronik zusammengestellt, die die wichtigsten Vereinsgeschehnisse zusammenfasst und auf vielen Bildern Beispiele zu den Wanderungen, Ausflügen, Veranstaltungen, Aktionen und Projekten der vergangenen 25 Jahre zeigt.
So gibt es mittlerweile traditionelle Veranstaltungen in der Gemeinde Lauter, für die der Haßbergverein Lauter steht. Zum einen ist hier das meist am 15. August stattfindende Waldfest an der Raidelhütte zu nennen. Dieses Fest wird seit der Einweihung der wiederaufgebauten Hütte am Fuße des Stiefenberges im August 1995 abgehalten und jedes Jahr von vielen Wanderern und Radfahrern aus der nahen und ferneren Umgebung gerne besucht. Eine zweite Veranstaltung ist die Nikolausfeier, die jedes Jahr seit 1995 mitten im Wald an der Raidelhütte um den 6. Dezember herum für die kleinen Bürger stattfindet. Weiterhin nannte der Vorsitzende noch die großen Projekte des Vereins, wie die Errichtung des Baumlehrpfades rund um die Kufe und Raidelhütte, sowie das neueste, noch laufende Projekt "Felsenkeller-Instandsetzung" in der Birkenstraße in Lauter.
Ebenso kann man der Chronik entnehmen, dass es laut dem alten Niederschriftenbuch des 1928 gegründeten Haßberghauptvereins in Lauter nachweislich bereits am 17. März 1929 einen Haßberg-Ortsverein mit insgesamt 20 Mitgliedern gab, der dem Hauptverein angeschlossen war.
Aufgrund der vorhandenen Einträge in diesem Niederschriftenbuch steht fest, dass in den Wintermonaten 1928/1929, genauer gesagt zwischen dem 25. November 1928, an dem die letzte Sitzung des Hauptvereins im Jahre 1928 stattfand, und eben diesem erwähnten 17. März 1929, es zur Gründung einer Haßbergvereins-Ortsgruppe in Lauter gekommen sein muss. Der damalige 1. Vorsitzende war Sebastian Stempfle, Hauptlehrer an der Schule in Lauter. Leider verlieren sich dann die Spuren des Haßbergvereines Lauter nicht zuletzt auf Grund der Kriegswirren für mehrere Jahrzehnte.
Gruß- und Dankesworte an den Jubiläumsverein sprachen der Erste Bürgermeister der Gemeinde Lauter, Armin Postler, der Leiter der Bayerischen Staatsforstenbetriebe in Forchheim, Stephan Keilholz, der Erste Vorsitzende des Haßberghauptvereins, Norbert Schmucker, sowie der Vorsitzende des Baunacher Wanderclubs, Michael Bolibruch, und der Kulturwart Reinold Schweda.
Zum Abschluss der Veranstaltung wurden 39 Gründungsmitglieder des Vereins für ihre 25-jährige Treue mit der silbernen Anstecknadel das Haßberghauptvereins und einer Urkunde geehrt. Dies waren: Edgar Albrecht, Anita Baum, Erika Beck, Kerstin Beck, Manfred Beierlieb, Herbert Böllner, Johannes Car, Bruno Dommenz, Irmgard Dommenz, Edmund Fößel, Heti Hemmer, Jürgen Klapproth, Peter Löhlein, Albin Müller, Christine Müller, Peter Müller, Stefan Müller, Marina Palmieri, Armin Postler, Werner Reh, Martina Rosenbusch, Wolfgang Rosenbusch, Gerhard Rudolf, Maria Rudolf, Hermann Schmidt, Elisabeth Schmitt, Karl Schmitt, Maria Schmitt, Franz Schneiderbanger, Robert Schwarz, Thea Schwarz, Brigitte Seegelken, Holger Seegelken, Edgar Seits, Rita Seits, Helena Weigmann, Hildegard Weigmann, Johannes Weigmann und Josef Weigmann.
Außerdem erhielten alle anwesenden Vereinsmitglieder als Jubiläumsgeschenk eine Vereinschronik sowie einen Jubiläums-Holzbierdeckel. red