christiane reuther Was vor einem Jahr als erfolgreiche Premiere startete, geht in diesem Jahr in die zweite Runde: das Jobentdecker-Projekt 2020. Es steht unter der Regie der Bildungsregion Landkreis Haßberge und wird durch das Regionalmanagement des Landkreises gefördert. Das Jobentdecker-Projekt soll dazu beitragen, dass junge Leute Berufe und Unternehmen im Landkreis kennen- und schätzen lernen. Sie dürfen in die Berufe und Betriebe hineinschnuppern.

Wetterbedingt kurzfristig in den Sitzungssaal des Landratsamtes in Haßfurt verlegt, standen beim Speed-Dating am Donnerstagabend die Jobentdeckerinnen Linda Schmitt (Gerach/Gymnasium Ebern), Lena Weinhold (Sand/Realschule Eltmann), Jana Böhmer (Eltmann/ Gymnasium Haßfurt) Lea Bayer (Haßfurt/Realschule Haßfurt) sowie Lasse Hetterich (Zeil/ Realschule Haßfurt) im Mittelpunkt. Anna Reinhart (Haßfurt/ Fachoberschule Nürnberg), die sich bereits im Vorjahr an dem Projekt beteiligt hatte, schaltete sich per Videokonferenz dazu.

In diesem Jahr gehen anstatt vier sogar sechs Jobentdecker in den Sommerferien auf Berufserkundung im Landkreis. Dafür hat sich das diesjährige Portfolio an Berufsbildern noch abwechslungsreicher und vielfältiger gestaltet. Stark vertreten waren das Handwerk und erstmals der Bereich der Gastronomie. Unter der Federführung der Regionalmanagerin Sonja Gerstenkorn und der Bildungskoordinatorin Anja Güll, die auch durch den Abend führten, war es gelungen, von Gesundheitsberufen über Soziales bis hin zu industriellen und technischen Berufsbildern eine breite Palette abzubilden. Damit wurde aufgezeigt, wie vielfältig die beruflichen Möglichkeiten im Landkreis sind. Für Jobentdecker und "Quotenmann" Lasse Hetterich könnte sich sogar ein kleiner Traum erfüllen. Denn nicht nur für ihn war das teilnehmende "Unternehmen" Polizei im Vorfeld heiß begehrt, wie er bemerkte.

"Neue Berufszweige erkunden"

Alle Teilnehmer stellten sich eingangs in einem kurzen Präsentationsvideo vor. "Neue Berufszweige in der Heimat erkunden", war ein Beweggrund für die 18-jährige Jana Böhmer. Mit der Teilnahme an dem Projekt zur Berufsorientierung erhofft sie sich nach dem Abitur großartige Chancen.

"Was im Juli letzten Jahres hier mit den ersten Jobentdeckern begann, ist seitdem kontinuierlich gewachsen", freute sich Landrat Wilhelm Schneider. Die vielen neuen Perspektiven könnten sich seiner Meinung nach hilfreich für die Berufswahl der jungen Leute erweisen.

Auch in diesem Jahr werden die Erfahrungen der Jobentdecker gesammelt und mit der Ins-tagram-Community geteilt. Seit Anfang dieses Jahres wurde mit den sogenannten Jobentdecker-Touren eine Ergänzung zum Sommerferien-Projekt geschaffen. Bei diesen Touren fahren Klassen oder Schülergruppen aus den weiterführenden Schulen des Landkreises für zwei bis drei Stunden in Betriebe, um hinter die Kulissen zu blicken und in Berufsbilder hineinzuschnuppern. Zwei erste Touren waren vor Eintreten der Corona-Pandemie bereits unterwegs. Die nächsten Touren sollen je nach Infektionslage im neuen Schuljahr starten.

Bei den Speed-Dating-Runden mit jeweils zehn Minuten bestand die Gelegenheit für einen kurzen Austausch zwischen Jobentdecker und teilnehmenden Unternehmen. Dies fand nach den Hygienevorschriften im Foyer des Landratsamtes statt. Zwischenzeitlich sprach Jule Scheuring über ihre persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse, die sie als Jobentdeckerin im letzten Jahr sammeln konnte. In einer Abschlussrunde ließen die Jobentdecker das Speed-Dating Revue passieren.