Das Judentum ist eine der ältesten monotheistischen Religionen. Im Laufe der Geschichte entwickelte es sich nicht nur zu einer Weltreligion, sondern stand stets in enger Beziehung zu anderen Kulturkreisen. Im Sommersemester 2018 geht das öffentliche bayerische Orientkolloquium an der Universität Bamberg dieser Interkulturalität des Judentums vor und nach dem islamischen Zeitalter auf den Grund und hat hierzu Wissenschaftler aus Deutschland, Frankreich, Israel, Saudi-Arabien und dem Libanon zu Gast.
Unter dem Titel "Juden, Judentum und nahöstlicher Kontext: interkulturelle Fruchtbarkeit, politische Spannungen und die Anwesenheit von Abwesenheit" beleuchten die Forscher in zehn, teils englischsprachigen Vorträgen kultur- und literaturwissenschaftliche Erkenntnisse, analysieren das Verschwinden jüdischer Gemeinschaften in Ländern des Orients oder setzen sich mit sozialpolitischen Problemfeldern im Nahen Osten auseinander, teilt die Uni mit. Am 3. Mai beschäftigt sich Emad Kiyaei, Berater für Sicherheits- und Entwicklungspolitik der Interdisciplinary Global Development Group (IGD Group), in einem englischsprachigen Vortrag mit Israel, amerikanischen Juden und dem Iran im aktuellen Kontext des Atomabkommens. Alle Vorträge beginnen um 18.15 Uhr im Raum U2/01.22, An der Universität 2. Der erste Vortrag zum Sonderthema "Der Golf im Wandel" mit Blick auf die sozial- und außenpolitischen Spannungen in der Region am 6. Juni findet an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen 15, statt. red