Ein neuer IHK-Branchenreport gibt Einblick in die Bedeutung der Immobilienwirtschaft für Mainfranken. Rund 10 000 IHK-zugehörige Unternehmen haben einen gewerblichen Bezug zur Immobilienwirtschaft. Rund jeder fünfte Job in der Region hängt direkt oder indirekt von der Branche ab.

"Immobilien sind besondere Güter. Gewerbeimmobilien stellen nicht nur zentrale Betriebsmittel dar, sie tragen durch Lage und Architektur ebenso häufig zur Außenwirkung von Unternehmen bei. Wohnimmobilien erfüllen daneben eine wichtige gesellschaftliche und persönliche Funktion", erklärt Dr. Christian Seynstahl, der den Report bei der IHK Würzburg-Schweinfurt mit erarbeitet hat, in einer Pressemitteilung.

Blicke man auf den Lebenszyklus einer Immobilie, so zeige sich, dass in den einzelnen Phasen ganz unterschiedliche Prozesse und Ressourcen zum Tragen kämen, die wiederum verschiedene Branchengruppen beträfen. "Von der Bereitstellung und dem Erwerb von Grund und Boden, über die Planung, den Bau, die Renovierung sowie die Nutzung, bis hin zur Sanierung oder dem Abriss und dem Recycling zeichnet sich eine komplexe und weit verzweigte Wertschöpfungskette ab. Hinzu kommt die Finanzierung der einzelnen Vorgänge, die häufig von konkreten Renditeerwartungen begleitet wird", erläutert Seynstahl. So sei es keine Überraschung, dass knapp 10 000 IHK-zugehörige Unternehmen in Mainfranken beziehungsweise rund 14 Prozent des Mitgliederbestands einen gewerblichen Bezug zur Immobilienwirtschaft hätten. "Bezogen auf die Bedeutung für den regionalen Arbeitsmarkt hat gut jeder fünfte Job in Mainfranken direkt oder indirekt mit der Immobilienwirtschaft zu tun. Hinzu kommen private Kleinvermieter, die als Investoren wichtige Player im Immobiliensektor sind. So gibt es in Mainfranken rund 194 000 Mietwohnungen, von denen rund 60 Prozent von Privatpersonen vermietet werden", so der IHK-Referent. Die IHK-Publikation "Immobilienwirtschaft in Mainfranken" liefert Informationen zur Branche und geht auf die Struktur und die regionale Verteilung der Unternehmen ein. Außerdem beleuchtet sie die Bruttowertschöpfung sowie die Beschäftigung und vergleicht Grundzüge der Immobilienwirtschaft in Mainfranken mit Bayern und Deutschland. Der Report ist unter www.wuerzburg.ihk.de/immobilienwirtschaft erhältlich. red