Fußball- Landesliga-Aufsteiger FC Herzogenaurach gab kurz vor dem Start in die Vorbereitung auf die neue Saison die Verpflichtung zweier Talente bekannt. Der frühere Landesligist BSC Erlangen hat in der A-Klasse noch zwei Partien der laufenden Spielzeit zu absolvieren, präsentiert aber schon einen namhaften Coach für 2018/19.
Mit sieben Punkten Vorsprung hat sich der FC Herzogenaurach die Meisterschaft in der mittelfränkischen Bezirksliga Nord gesichert. Die Verantwortlichen beim Heimatverein von Rekordnationalspieler Lothar Matthäus vertrauen in der kommenden Landesliga-Saison auf den bestehenden Kader, melden aber auch zwei Zugänge. Vom wahrscheinlichen künftigen Ligarivalen Quelle Fürth kommt Angreifer Yannick Jassmann. Der 20-Jährige aus Niederndorf wurde bei der SG meist eingewechselt, erzielte in den beiden zurückliegenden Spielzeiten in 49 Einsätzen zehn Treffer. Er soll Kapitän Eric Stübing im Sturmzentrum entlasten.
Auch die zweite Verstärkung für die "Pumas" gilt als großes Talent. Tim Spielmann, der im Mittelfeld eingesetzt werden kann, kickte beim bisherigen Konkurrenten TV 48 Erlangen und brachte es in seiner ersten Herren-Saison 2017/18 in 29 Spielen auf vier Tore sowie drei Vorlagen. "Er kann praktisch mit dem Fahrrad zu uns fahren", sagt Herzogenaurachs sportlicher Leiter Rudi Litz bei unserem Partnerportal anpfiff.info über den 19-Jährigen aus Kriegenbrunn. Da der FCH seiner Linie von sechs Wochen Vorbereitung treu bleiben will, werden die beiden schon Anfang Juni und damit nach nur zwei Wochen Sommerpause mit ihren neuen Teamkameraden, darunter der von einer Knieverletzung genesene 17-fache Torschütze Michael Thomann, auf dem Platz stehen.
Ob sich der Aufsteiger für die Nordost- oder Nordwest-Staffel fit macht, steht nicht nicht fest. Ziel sei jedenfalls der Klassenerhalt. "Die SpVgg Erlangen ist vielleicht nicht ganz so souverän aufgestiegen wie wir, aber hatte sich das sicher ganz anders vorgestellt", erklärt Litz mit Blick auf den Absteiger.


Udo Prell kehrt zum BSC zurück

Der BSC Erlangen aus der A-Klasse 1 ER/PEG stellt sich auf Funktionärsebene neu auf: Thomas Kurz beerbet Gerhard Nöth als Abteilungsleiter. Stellvertreter wird Rainer Weich, der aus privaten Gründen etwas kürzer treten muss und nicht mehr als Trainer der ersten Mannschaft zur Verfügung steht. Als erste Amtshandlung stand deshalb die Suche nach einem neuen Coach an, die bei Udo Prell endete. Der 42-Jährige verließ vergangenen Sommer nach fünf Jahren den FSV Großenseebach aus der Kreisliga 1 und übernahm Ligarivale Niederndorf. Den ASV führte er nach einem Stolperstart zum sicheren Klassenerhalt. Zwei Spieltage vor Schluss steht das Team auf Platz 7. Allerdings verständigten sich Verein und Übungsleiter überraschend schon im Winter auf eine Trennung am Saisonende.
Prell spielte von 1994 bis 1996 in der Landesliga und von 2006 bis 2009 auf Bezirksebene beim BSC und kehrt nun als Trainer zurück. "Ich kenne Udo schon seit knapp 15 Jahren, der Kontakt ist nie abgerissen", erklärte Kurz gegenüber anpfiff.info. Mit Prell soll mehr Konstanz im Herrenbereich entstehen. Dazu möchten die Verantwortlichen den bestehenden Kader verstärken. "Mit einem Udo Prell als Trainer musst du in der A-Klasse vorne mitspielen", sagt der neue Abteilungsleiter zu den Zielen des Teams, das vor den abschließenden beiden Partien auf Rang 6 steht. red