"Größte Vorsicht ist nach wie vor geboten!" Mit diesen Worten fasst BRK-Kreisgeschäftsführer Thomas Petrak die gegenwärtige Situation im BRK-Wohn- und Pflegeheim "Am Weidengarten" in Lichtenfels zusammen.

Wie das Rote Kreuz in einer Medieninformation erläuterte, sei zwar das Ausbruchsgeschehen des vergangenen Herbstes unter der Bewohnerschaft gebannt und seitens der Behörden für beendet erklärt worden, allerdings bleibe das Infektionsrisiko nach wie vor auf hohem Niveau bestehen. Gegenwärtig seien zwei Mitarbeiterinnen aus der Küche an Covid-19 erkrankt, was dazu führte, dass alle Beschäftigen aus diesem Bereich durch das Gesundheitsamt mittels eines PCR-Tests abgestrichen wurden. Erfreulicherweise waren die Ergebnisse dieser Testungen negativ. Aus der Pflegeabteilung wurde für zwei Beschäftigte eine Quarantäne angeordnet, nachdem diese als Kontaktpersonen der Kategorie 1 eingestuft wurden. Bei diesen Pflegerinnen waren deren Familienangehörige, die selbst in der Pflege in anderen Einrichtungen im Landkreis arbeiten, positiv auf Corona getestet worden. Diese "unglückliche Fallkonstellation" verdeutliche noch einmal das einrichtungsübergreifende Infektionsrisiko, wenn mehrere Familienangehörige einen pflegerischen Beruf ausübten, wie Petrak erläutert.

Heimleiterin Annett Kürsten äußerste sich sehr dankbar über die ehrenamtliche Unterstützung durch Mitglieder der Wasserwachten und Bereitschaften bei den Schnelltests. Während das hauptamtliche Personal sich laufend untereinander testeten, würden die Ehrenamtlichen mit stellvertretendem Kreisbereitschaftsleiter Bernd Albert und Fachdienstleiter Michael Göbel an der Spitze die Testangebote für die Besucher und die wöchentlichen Reihentestungen realisieren. Damit erlange man nahezu die in der von der Infektionsschutzverordnung vorgegeben Taktung unter dem Personal und beziehe auch die Bewohnerschaft mit ein. Die letzte Reihentestung am vergangenen Wochenende mit rund 160 Testungen brachte erfreulicherweise ebenfalls nur negative Ergebnisse hervor. Nach den Worten von Annett Kürsten achteten die Aktiven dabei auf einen höchstmöglichen Schutz, da sie sich bei den Testungen der Bewohner persönlich sehr nahekommen. Hier zeigten die Freiwilligen bisher ein absolut vorbildliches Verhalten. Annett Kürsten betonte: "Die Tests werden äußerst akkurat durchgeführt."

Mit diesem kombinierten Kontrollkonzept habe man ein hohes Testniveau erreicht, das dabei helfen soll, möglichst frühzeitig Infektionsereignisse zu erkennen. Zwischenzeitlich seien auch die Impfungen angelaufen. Am 12. und 13. Januar haben die Impfteams des Landkreises Lichtenfels bei 105 Bewohnern und bei 45 Mitarbeitern Impfungen verabreicht. Die zweite Impfung werde gerade mit dem Gesundheitsamt vorbereitet, wie Annett Kürsten abschließend ergänzt. red