Es ist echt zum Heulen. Man kommt heim, freut sich nach Feierabend auf ein leckeres gemeinsames Abendessen mit Freunden... und wenig später steht man weinend in der Küche und kann die Tränen nicht mehr zurückhalten. Die Augen brennen und dicke Tropfen rinnen über die Wange. So erging es mir gestern Abend. Schuld daran war aber glücklicherweise nicht etwa die zweifelhafte Gesellschaft in der Küche, die mir die Tränen in die Augen trieb. Schuld war mal wieder: die Zwiebel. Oder besser gesagt, das ganze Kilo Zwiebeln, das geschält werden wollte. Zugegeben: Ich bin schon ein eher weinerlicher Zwiebelschneider, für den erfahrenere Küchenchefs wahrscheinlich keine Träne vergießen würden. Aber immerhin habe ich bis zur letzten Zwiebel durchgehalten und es geschafft, das ganze Kilo zu schälen und zu zerkleinern. Danach war meine Pflicht in der Küche zumindest getan. Nach meiner tränenreichen Tortur habe ich mich umso mehr auf das Ziel dieser ganzen Zwiebelschneiderei gefreut: Es gab Zwiebelkuchen mit unterfränkischem Federweißer in Rot. Der leckere herzhafte Kuchen und der neue Wein ließen dann auch die letzten Tränen trocknen.