Die Besichtigung der Turnhalle der Grund- und Mittelschule stand am Mittwoch für die Mitglieder des Adelsdorfer Bau- und Umweltausschusses an. 1965 errichtet, befindet sich der Bau mit Ausnahme eines in den 80er Jahren aufgesetzten Pultdaches im alten Zustand. "Das hat mit dem heutigen pädagogischen Stand nichts gemein", stellte Sebastian Berger vom Bauamt den Grund für die anstehende Sanierung der Turnhalle klar.

Momentan turnen dort Kinder von der ersten bis zur achten Jahrgangsstufe, dem aktuellen Sanierungskonzept nach, welches auch Änderungen bezüglich der Betriebssicherheit enthält, werden sich dann laut Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) auch die ganz Kleinen der Kita "Kunterbunt" hier austoben können. "Der Schwingboden wird ausgetauscht", erläuterte Berger den Mitgliedern des Ausschusses die einzelnen Maßnahmen, "er wird ersetzt durch ein flächenelastisches System mit punktelastischer Komponente." Dann deutete er auf die Wand: "Unverkleidete Wände gehen gar nicht mehr. Wir brauchen einen Abprallschutz."

Was die Geräte betrifft, so werden "nur die Geräte, die einer aktuellen Prüfung standhalten, weiterverwendet." Eine Besonderheit versteckt sich vor einem der Handballtore, welche durch kleinere, mobile ersetzt werden sollen. "Eine Versenkreckanlage", erklärte Berger das unsichtbare Turngerät. "Das setzen wir auch wieder instand; und die Basketballkörbe auch." Die Türen werden laut Berger ebenfalls erneuert. Zudem soll die Möglichkeit zum Anbringen einer Slackline geschaffen werden.

Auf die Frage, wann die Sanierung über die Bühne gehen soll, erwiderte Berger: "Beginn ist August 2020, fertiggestellt sollte die Halle Ende September sein. Doch aufgrund von Corona gibt es Lieferschwierigkeiten." Trotzdem würde man alles tun, um den Termin einhalten zu können, so Berger. Norbert Lamm (SPD) fragte nach den Kosten der Sanierung. "Angemeldet waren 155 000 Euro", erklärte Berger, "die Kosten werden sich aber auf 200 000 Euro belaufen." Da die Sanierung der Halle im Rahmen des KIP-S-Förderprogramms (Kommunales Investitionsprogramm des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr) erfolgt, wird die Gemeinde auf die Erstattung eines Teils der Kosten hoffen können.