Trotz Corona ließ es sich der Gemeinderat Oberhaid mit Bürgermeister Carsten Joneitis (SPD) nicht nehmen, sich vor Ort vom Baufortschritt der Alten Mühle zu überzeugen. Diese präsentiert sich derzeit gut verhüllt, aber dennoch nicht im Winterschlaf, denn im Inneren der Mühle wird fleißig gewirkt und gewerkt.

Wie Architekt Matthias Jacob erläuterte, werden derzeit die Rohbauarbeiten bewerkstelligt und im Sommer erhält das Dach ein neues Gebälk. Vergeben wurden im Rat die Fensterbau- und Natursteinarbeiten sowie der Außenputz. Auf den Weg gebracht wurde außerdem die Wärmeversorgung, die vom Rathaus her erfolgt, da diese ausreichend dimensioniert ist, und die lufttechnische Anlage, die deshalb notwendig ist, weil im Obergeschoss der Alten Mühle ein Archiv entstehen soll.

Im Spätherbst stehen die Elektroarbeiten an, dem historischen Vorbild entsprechend durchweg auf Putz. Zu guter Letzt stehen die Außen- und Innenputzarbeiten mit Kalkzementputz an - bislang alles im vorgesehenen zeitlichen Rahmen, so dass man hoffe, so der Bürgermeister zuversichtlich, die Alte Mühle im Frühjahr 2021 feierlich einweihen zu können.

Rathaus öffnet wieder

In seiner letzten Sitzung vergab der alte Gemeinderat insgesamt Gewerke in Höhe einer halben Million Euro. Um kleinere Beträge ging es bei einem Zuschussantrag der Freiwilligen Feuerwehr Unterhaid, die sich eine neue Ausschanktheke anschaffen will und die zur Hälfte von der Gemeinde mit 7000 Euro unterstützt wird. Aus der Verwaltung informierte Carsten Joneitis, dass der Bezirksentscheid des Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" wegen der Corona-Pandemie auf nächstes Jahr verschoben wurde. Abgeschlossen wurden die Malerarbeiten am Feuerwehrgerätehaus in Unterhaid, für die 18 000 Euro investiert wurden. Für den Publikumsverkehr wird das Oberhaider Rathaus ab dem 4. Mai unter Berücksichtigung der geltenden Sicherheitsvorschriften wieder geöffnet, berichtete der Bürgermeister weiter.

Ein Hauch von Wehmut herrschte bei der Verabschiedung der ausscheidenden Gemeinderatsmitglieder. Besonders würdigte Joneitis Wilhelm Stretz (SPD), der dem Rat seit 1985 angehörte und in dieser Zeit an 600 Sitzungen teilnahm und rund 1500 Stunden für die Gemeinderatsarbeit investierte. Aus privaten Gründen schieden Rainer Fischer (CSU), der sechs Jahre dem Gemeinderat angehörte, und Hans Nehr (CSU), der seit 2013 im Gemeinderat mitarbeitete, aus.