Beim "Kochkursen für Weltbürger" ging die Reise dieses Mal nach Afghanistan. Kurz nach 18 Uhr wurde es lebendig in der Küche der Berufsschule in Kronach - 27 entdeckungsfreudige Menschen aus Afghanistan, dem Irak, Syrien, Tansania und Deutschland stehen erwartungsvoll in der Küche der Berufsschule. Nach einer kurzen Vorstellungs- und Informationsrunde ging es auch schon los unter Anleitung von afghanischen jungen Männern. Abdul Malek, Musa, Muhammad, Said, Sarajedin und Janagha meisterten ihre Aufgabe super. Zwei Stunden wurde geschnippelt, angebraten und gewürzt. Das Resultat konnte sich sehen lassen: Ozbaki Palm, afghanischer Salat, Fereni, Korma, Baklava - eine kulinarischen Entdeckungsreise nicht nur für die Augen, auch die Nase und alle Geschmacksnerven waren sichtlich begeistert.


"Vorurteile abbauen"

"Neben dem gemeinsamen Kochen und Essen, geht es darum, Kontakte zu knüpfen, sich kennenzulernen und Vorurteile abzubauen", so Barbara Heinlein, die gemeinsam mit Gaby Scharf und Maria Gerstner die Kochkurse plant und organisiert. "Aber auch die jungen Flüchtlinge sind begeistert, etwas Abwechslung in ihrem, zum Teil aus Warten und Bangen bestehenden Leben zu bringen und sie sind vor allem stolz, uns etwas von ihrer Kultur zeigen zu können." "Ganz schwierig wird die Situation für die jungen Afghanen, die im Februar die Berufsschule beenden, sie dürfen nicht arbeiten, keine Ausbildung machen und sind zum Nichtstun verurteilt. Obwohl Afghanistan in Krieg herrscht, Zivilisten ständig mit Anschlägen und Gewalt leben, werden weiterhin Menschen in dieses Land abgeschoben", so Heinlein. Abdul Malek, einer der Köche, ist begeistert: "Wir haben gemeinsam gekocht - egal woher wir kamen - und ich bin stolz, weil allen mein Essen geschmeckt hat und sich gefreut haben." Kochen für Weltbürger findet in Kooperation von "Miteinander leben - Ehrenamt verbindet" statt. Die afrikanische Küche steht beim nächsten Kochkurs am 1. Februar um 18 Uhr in der Küche der Berufsschule im Mittelpunkt. red