Eine große Herausforderung hatte das Landratsamt Bad Kissingen in dieser Woche zu bewältigen: Insgesamt mussten rund 18 000 FFP2-Masken an bedürftige Menschen im Landkreis verschickt werden, heißt es in einer Mitteilung des Landratsamtes am Freitag. Das sei keine einfache Aufgabe gewesen, denn die Masken mussten zunächst - zusammen mit einem Schreiben des Ministeriums - in insgesamt 3600 Briefumschläge gepackt werden. Schnell sagte fast ein Dutzend ehrenamtlicher Helfer der Bad Kissinger Feuerwehren - darunter Kreisbrandrat Bruno Metz und Kreisbrandmeister Christian Neugebauer - zu, mit anzupacken. Sie schafften es, die Masken innerhalb von rund fünfeinhalb Stunden einzutüten. "Für diese Unterstützung sind wir sehr dankbar", sagt Landrat Thomas Bold. Die Adressaufkleber mussten aus Datenschutzgründen extra aufgeklebt werden. Das erledigten Mitarbeiter des Landratsamts, die dafür jeden Umschlag noch einmal in die Hand nehmen mussten. Am Ende schoben sie neun vollgepackte Rollbehälter zur Post.

Keine Erstimpfung durchgeführt

Die Corona-Schutzimpfungen im Landkreis sind nach Angaben des Landratsamtes ins Stocken geraten: In dieser Woche konnte wegen Impfstoffmangels keine einzige Erstimpfung durchgeführt werden, lediglich Zweitimpfungen waren möglich. Über diese Situation sei Landrat Bold "alles andere als glücklich", heißt es in der Mitteilung. "Ich weiß, dass viele Menschen sich so schnell wie möglich eine Impfung für sich oder ihre Angehörigen wünschen. Aber noch ist es leider nicht soweit, dass wir sagen können: Wir brauchen an einem bestimmten Tag eine bestimmte Anzahl an Impfdosen. Stattdessen müssen wir abwarten, welche Menge uns an welchem Termin zugeteilt wird." Bold bat die Bürger um Geduld.

Wie können Menschen, die zuhause gepflegt werden und damit nicht mobil sind, geimpft werden? "Diese Impfungen von Hausärzten durchführen zu lassen, ist aktuell leider nicht möglich - dafür ist der Impfstoff nicht geeignet", bedauert Bold. Die Verantwortlichen im Landratsamt beschäftigen sich aktuell intensiv mit der Frage, wie die Impfungen durchgeführt werden können. Hier haben die Gemeinden bereits Bereitschaft signalisiert, bei der Registrierung der Pflegebedürftigen sowie bei der Organisation der Impfungen zu helfen. "Wir sind zuversichtlich, bald eine Lösung zu finden", so Bold. Die Informationsschreiben zu den Covid-19-Impfungen an die über 80-jährigen Bürger im Landkreis sind noch nicht zugestellt worden. Die Briefe werden zentral über die Anstalt für kommunale Datenverarbeitung in Bayern verschickt. Da alle Landkreise zur gleichen Zeit ihren Infobrief in Auftrag gegeben haben, komme es dort nun zu Verzögerungen. red