Wenn man 80. Geburtstag feiert und die Gäste so begrüßt werden, sagt das alles über die Lebensfreude und den Optimismus der Jubilarin aus: "Ich möchte auf jeden Fall noch den Neunzigsten erleben und wünsche mir, dass alle, die heute dabei sind, wiederkommen", sprudelte es aus Herma Eckert heraus.
Man müsse immer nach vorne schauen, verriet sie und lachte fröhlich. "Ich würde das gleiche Leben wieder leben, bin damit nicht schlecht gefahren", es sei doch schön, in diesem Alter seinen Alltag noch selbst gestalten zu können.
Herma Eckert wohnt seit 1998 in Kulmbach, stets im gleichen Haus, zog aus ihrem Geburtsort Hedersleben nahe der Lutherstadt Eisleben in die Bierstadt, wo sie sich sehr wohlfühlt. Sie habe schon einiges erlebt, fügte sie an.
Die 80-Jährige war viele Jahre im kaufmännischen Bereich tätig, hat die Tochter Caroline geboren und freut sich besonders über ihren Schwiegersohn Frank. Denn für diesen ist der Ausdruck "böse Schwiegermutter" ein Fremdwort. "Für meine würde ich sogar das Bundesverdienstkreuz beantragen", sagte er.
Und Herma Eckert wünschte sich schließlich noch, weiter durch die Stadt spazieren und mit Bekannten ausgiebig die Ereignisse des Tages besprechen zu können. Horst Wunner