In der kommenden Woche wird auf einer städtischen Ausgleichsfläche südlich von Haundorf - es ist die Flur mit der Bezeichnung "In der Breite" - eine Herde mit 50 Ziegen und 20 Schafen weiden. Darauf macht die städtische Umweltbeauftragte Monika Preinl aufmerksam. Und verbindet den Hinweis mit einem Appell an Hundehalter: Bitte die Vierbeiner an die Leine nehmen und das Grundstück nicht betreten!

Hinter der vorübergehenden Ansiedelung der Schafe steckt ein ökologischer Gedanke. Durch den Verbiss der dort wachsenden Gehölze soll die Fläche nämlich dauerhaft offen gehalten und ein Lebensraum für viele wertvolle Pflanzen und seltene Tierarten entwickelt werden, berichtet Preinl.

Denn die Ziegen und Schafe wirken wie ein natürlicher Rasenmäher und sind viel schonender als eine maschinelle Mahd. Die vielen Insekten und Kleintiere, die im Gras Nahrung und Unterschlupf suchen, erhalten dadurch ausreichend Zeit zu flüchten.

Damit die Ziegen und Schafe in Ruhe ihre Arbeit leisten können, wird gebeten, im Umfeld der Fläche Hunde unbedingt an die Leine zu nehmen und das Grundstück nicht zu betreten. Auch wenn die Weide mit einem Elektrozaun abgesichert ist, können die aufgescheuchten Tiere ausbrechen und zur Gefahr für den angrenzenden Straßenverkehr werden.

Weiter nach Beutelsdorf

Die Herde wird etwa eine Woche in dem Biotop verbleiben, bevor sie zusammen mit ihrem Schäfer Gerd Egelseer weiterziehen. Zunächst auf ein privates Grundstück nach Beutelsdorf und dann auf eine weitere Ausgleichsfläche nach Steinbach, wie der Schäfer mitteilte. Ursprünglich sollten die Ziegen zwei Wochen in Haundorf eingesetzt werden, doch aufgrund der lang anhaltenden Trockenheit wird das Futter sehr schnell aufgebraucht sein. Der Schäfer wird mehrmals täglich nach dem Rechten sehen und die Tiere mit ausreichend Trinkwasser versorgen.

Die Beweidung wird vom Landschaftspflegeverband Mittelfranken in Kooperation mit der Stadt Herzogenaurach betreut, schreibt Preinl abschließend. red